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14.10.2013

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Aktuelle ├`nderung: Wie Sie die Weihnachtsfeier ab sofort steuerlich optimal gestalten

Die Teilnahme an der Weihnachtsfeier kostet Ihre Mitarbeiter keine Lohnsteuer, wenn die Kosten je Arbeitnehmer maximal 110 Euro betragen. Neu ist: Bei der Ermittlung dieser 110 Euro hat sich jetzt durch ein aktuelles Urteil eine deutliche Entspannung ergeben. (BFH, 16.05.13, VI R 94/10 und VI R 7/11; veröffentlicht am 9. Oktober 2013)

1. Berechnung der Kosten:
Bisher waren alle Kosten (z. B. Weihnachts-Livemusik, Kinderanimation, Essen, Trinken, Weihnachtsmann usw.) zu addieren und durch die Anzahl der Teilnehmer zuteilen.

Neu: Nun sind nur noch Kosten einzubeziehen, die beim Arbeitnehmer einen geldwerten Vorteil auslösen. Das sind nur solche Leistungen, die die Teilnehmer unmittelbar konsumieren können. Auf gut Deutsch: Geschenke, Essen und Trinken. Musik, Show, Eintritt ins Fußballstadion, etc. sind nicht mehr zu berücksichtigen.

2. Mitgebrachte Familienangehörige: Bisher waren alle Kosten zusammenzurechnen, dann durch die Anzahl der Teilnehmer zu dividieren, wobei mitgebrachte Freunde oder Familienangehörige eines Arbeitnehmers diesem zuzurechnen waren.

Neu: Die zu berücksichtigenden Kosten nach wie vor zu gleichen Teilen auf die Gäste aufzuteilen, auch auf Familienangehörige, sofern diese an der Veranstaltung teilgenommen haben. Aber: Der auf die Familienangehörigen entfallende Aufwand ist den Arbeitnehmern bei der Prüfung der 110-Euro-Grenze nicht mehr zuzurechnen.

Haben Sie die 110 Euro trotz allem überschritten? Halb so schlimm! Es gibt die Möglichkeit, teure Weihnachtsfeiern mit 25 Prozent pauschal zu versteuern, wodurch auch Sozialversicherungsfreiheit eintritt. Das Gleiche ist dann notwendig, wenn zwar die 110 Euro je Arbeitnehmer eingehalten werden, aber es im Jahr 2012 insgesamt mehr als zwei Betriebsveranstaltungen gab. Steuerfrei sind nämlich maximal zwei pro Jahr möglich. Tipp: Für die Lohnsteuerpauschalierung sucht man sich nicht unbedingt die letzte, sondern stets die billigste Feier aus.

Mehrtägige Weihnachtsfeiern: Angenommen, Sie fahren mit Ihren Mitarbeitern über Nacht auf eine Skihütte o. ä. , dann ist auch das lohnsteuerfrei, sofern Sie die 110-Euro-Grenze einhalten (R 19.5 Abs. 3 Satz 2 LStR).

Weihnachtsfeier teurer als geplant?
Überlegen Sie gut, ob wirklich alle Belege in die Buchführung kommen: Falls Sie eine teure Feier hatten, überlegen Sie, ob Sie Belege für bar bezahlte Kosten (z. B. der letzte Absacker in der Kneipe) lieber in den Papierkorb oder in den Buchhaltungsordner legen. Insbesondere, wenn die Grenze von 110 Euro durch diese Kosten nur knapp überschritten würde, können Sie eine Steuerlawine vermeiden, indem Sie kleinere Rechnungen der „runden Ablage“ übergeben.


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