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05.11.2013

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Wie den geschäftsführenden Gesellschafter gerecht bezahlen?

Wenn an einer KG mehrere Gesellschafter beteiligt sind, aber nur einer die Geschäfte führt, will er dafür in aller Regel extra entlohnt werden. Aber wie macht man das?

Geschäftsführer-Gehalt? Ein Gehalt auf Lohnsteuerkarte wie bei der „normalen“ GmbH ist bei einer KG nicht möglich. Ein Kommanditist hat immer gewerbliche Einkünfte. Ein Gehalt geht übrigens auch dann nicht, wenn der Geschäftsführer von der Komplementär-GmbH bezahlt wird.

Vorabgewinn:
Hier wird dem Geschäftsführer vorab etwas vom Gewinn zugeteilt, und nur der Rest wird auf alle Gesellschafter verteilt. Beispiel: Die AB-GmbH-&-Co-KG gehört A und B, die jeweils mit 50 Prozent beteiligt sind. A führt die Geschäfte, B „tut nichts“. Die KG macht 180.000 Euro Gewinn. A erhält 5.000 Euro Vorabgewinn im Monat, macht 60.000 Euro im Jahr. Nur der Rest (120.000 Euro) wird 50 : 50 verteilt. Am Ende des Jahres bekommt A also 120.000 Euro (60.000 Euro vorab und 50 Prozent vom Restgewinn) und B 60.000 Euro. Vorteil: Es ist kein „Theater“ mit Rechnungen und Umsatzsteuer notwendig. Der A muss keine Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben. Die KG-Bilanz zeigt einen höheren Gewinn als bei einer Tätigkeitsvergütung. Nachteil (aus Sicht von A): Reicht der Gewinn nicht, muss er den Vorabgewinn ganz oder teilweise zurückzahlen. Für seine Mühe geht er dann leer aus.

Tätigkeitsvergütung:
Hier schreibt A der KG jeden Monat eine Rechnung über 5.000 Euro plus Mehrwertsteuer. Das Geld wird in der KG-Bilanz als Aufwand verbucht. Es bleibt am Ende des Jahres dann nur noch 120.000 Euro übrig, die 50 : 50 auf A und B verteilt werden. Vorteil (aus Sicht von A): Reicht der Gewinn nicht oder macht die KG gar Verlust, kann er die Tätigkeitsvergütung trotzdem behalten. Nachteile: Bürokratischer Aufwand mit Rechnungen und Umsatzsteuer-Voranmeldungen. Die KG-Bilanz zeigt einen niedrigeren Gewinn, weil die Tätigkeitsvergütung als Aufwand gebucht wird.

Was ist steuerlich besser?
Abgesehen von dem Aufwand mit den Umsatzsteuer-Voranmeldungen ergibt sich steuerlich kein Unterschied.


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