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03.04.2014

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UG haftungsbeschränkt

E-Mail von Norbert W. aus Düsseldorf an die Redaktions-Hotline: „Wir wollen eine neue Produktlinie einführen, die aus bestimmten Gründen nicht über unsere GmbH & Co KG laufen soll. Zum einen gibt es da gewisse Haftungsgefahren, zum anderen soll sich unser Sohn dort ein wenig profilieren, so dass wir das separat führen wollen. Wir sind uns nicht sicher, ob man dafür extra eine GmbH gründen soll. Es gibt doch diese "Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt" oder eine Limited. Was halten Sie davon?"

IZW antwortet: Von der Limited raten wir generell ab. Seit es die Ein-Euro-GmbH gibt (die freilich nicht so heißt, sondern eben Unternehmergesellschaft [haftungsbeschränkt] bzw. UG [haftungsbeschränkt]), gibt es überhaupt keinen Grund mehr, die Limited zu wählen, die als englische Rechtsform ohnehin ein Fremdkörper im deutschen Recht ist. Aber auch bei der UG haben wir Bedenken – und zwar insofern, als diese Rechtsform ungebräuchlich ist und daher bei vielen Menschen Skepsis auslöst. Und Profis wissen, dass der Gründer wahrscheinlich nicht einmal die 12.500 Euro für eine GmbH-Gründung übrig hatte. Wir empfehlen daher die UG nur für Gesellschaften „ohne Kontakt zur Außenwelt“.

Übrigens: Falls man Gewinne macht, braucht eine UG sogar mehr Stammkapital als eine normale GmbH. Eine GmbH können Sie dauerhaft mit nur 12.500 Euro Einzahlung ins Stammkapital führen. Eine UG hingegen muss ein Viertel ihres Jahresgewinns zwingend einer Rücklage zuführen, bis die vollen 25.000 Euro erreicht sind. Auch daüber hinaus bleibt eine Thesaurierungspflicht bestehen.


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