/images/gmbhp-home-image1.jpg

IZW Tipp-Datenbank -

Ohne langes Lesen verständlich für Sie zusammengefasst.

Jetzt bis 30.11.21 kostenlos testen, denn als Abonnent haben Sie unbegrenzten Zugriff auf alle Tipps! Zur Leseprobe

Tipps suchen...
Zum PDF Archiv

26.06.2014

Als PDF herunter laden

Wir möchten einen Mieter abfinden

E-Mail von Christoph A. aus Crailsheim an die Redaktions-Hotline: „Wir haben uns ein vermietetes Einfamilienhaus zum Selbstbezug gekauft. Um langwierige Rechtsstreitigkeiten mit dem jetzigen Mieter zu vermeiden, haben wir uns mit ihm geeinigt, dass er 20.000 Euro bekommt, wenn er binnen eines Monats auszieht. Er ist einverstanden, aber nur wenn das Geld steuerfrei für ihn ist. Ist es das? Und: Können wir die Zahlung an ihn absetzen?"

IZW antwortet: Der Mieter muss nichts versteuern. Das entschied der Bundesfinanzhof bereits vor 15 Jahren so: „Eine dem Wohnungsmieter vom Vermieter für die vorzeitige Aufgabe der sich aus dem Mietvertrag ergebenden (vermögenswerten) Rechte (Besitzrecht, Mieterschutz) gezahlte Abfindung unterliegt nicht der Besteuerung nach § 22 Nr. 3 EStG.“ (BFH, 14.09.99, IX-R-89/95, BFH/NV 2000, 423)

Hinweis: Das gilt nur für private Wohnungsmieter. Ein gewerblicher Mieter müsste eine Abfindung sehr wohl versteuern.

Sie können die Zahlung nicht absetzen, da Sie keine Einkünfte mit dem Haus erzielen wollen. Sie wollen ja selbst drin wohnen. Würden Sie das Haus hingegen anschießend (teurer) vermieten, wäre die Zahlung absetzbar - in Ihrem Fall aber nicht.


zurück