/images/gmbhp-home-image1.jpg

IZW Tipp-Datenbank -

Ohne langes Lesen verständlich für Sie zusammengefasst.

Jetzt bis 31.10.21 kostenlos testen, denn als Abonnent haben Sie unbegrenzten Zugriff auf alle Tipps! Zur Leseprobe

Tipps suchen...
Zum PDF Archiv

04.08.2014

Als PDF herunter laden

Gemischt genutzte Gebäude: Sichern Sie sich mehr Steuerabzug

Wenn man ein Gebäude zum Teil umsatzsteuerpflichtig vermietet und zum Teil umsatzsteuerfrei, müssen die Kosten nach einem Flächenschlüssel aufgeteilt werden. Eine Ausnahme gilt aber dann, wenn erhebliche Unterschiede in der Ausstattung der verschiedenen Räume bestehen.

Beispiel: X hat ein Gebäude wie folgt vermietet: Erdgeschoss an einen Supermarkt, Obergeschoss an eine Arztpraxis. Beide haben gleich viel Fläche, der Supermarkt zahlt aber viel mehr Miete. Es kommen nämlich 75 Prozent der Gesamtmiete aus dem Supermarkt. X würde also mit dem Umsatzschlüssel (75 Prozent abzugsfähige Vorsteuer) viel besser fahren als mit dem Flächenschlüssel (nur 50 Prozent). X lässt die Fassade streichen. In der Maler­rechnung sind 10.000 Euro Mehrwertsteuer enthalten. Nach dem neuen Urteil kann er 75 Prozent dieser Vorsteuer geltend machen, weil er hier den Umsatzschlüssel anwenden kann. Das liegt daran, dass der Supermarkt zum Beispiel viel höhere Räume hat, sodass der Flächenschlüssel eben nicht präziser ist als der Umsatzschlüssel. (BFH, 07.05.14, V R 1/10, DStR 14, 1162)


zurück