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18.08.2014

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Eine Lohnsteuer-„Nachschau“ erfolgt ohne Vorwarnung

Eine Lohnsteuerprüfung oder auch eine Betriebsprüfung muss vorher angekündigt werden. Nicht jedoch die so genannte „Lohnsteuernachschau“ (§ 42 g EStG), die 2013 eingeführt wurde und die ohne Ankündigung stattfindet.

Aus dem Gesetzestext: „Eine Lohnsteuernachschau findet während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten statt. Dazu können die mit der Nachschau Beauftragten ohne vorherige Ankündigung (…) Räume von Personen, die eine gewerbliche … Tätigkeit ausüben, betreten.“

Was wird geprüft? Es können Arbeitsverträge, Lohnunterlagen usw. verlangt werden. Falls diese nicht herausgegeben werden, kann der Prüfer zu einer weitergehenden Lohnsteuer-Außenprüfung übergehen.

Was ist der Zweck? Die Lohnsteuernachschau soll eine Lohnsteuerprüfung nicht ersetzen. Die Nachschau soll es dem Finanzamt ermöglichen, durch das unangekündigte Auftreten die „ungeschminkte Wahrheit“ im Betrieb zu sehen.

Beispiel: In einer Eisdiele arbeiten im Hochsommer fünf Mitarbeiter, die alle nicht angemeldet sind. Bei einer Lohnsteuerprüfung, die am 10. Juli beginnt, würde der Chef diese Personen entweder vorher noch schnell anmelden oder vor dem 10. Juli nach Hause schicken. Bei einer nicht angekündigten Lohnsteuernachschau werden die Schwarzarbeiter wohl auffliegen.


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