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06.10.2014

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Vorsicht bei sozialversicherungsfreien Kurzfrist-Jobs

Man kann Aushilfen derzeit zeitlich befristet für maximal zwei Monate oder 50 Tage im Kalenderjahr beschäftigen, ohne dass irgendwelche Sozialab­gaben anfallen. Neu ab 2015: Die Beschäftigung darf dann maximal drei Monate oder 70 Arbeitstage dauern.

Das geht aber nur unter zwei Voraussetzungen:

  1. Die Beschäftigung ist im Voraus auf zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt (bzw. ab 2015 drei Monate oder 70 Arbeitstage) und
  2. sie darf nicht „berufsmäßig“ ausgeübt werden.

Vorsicht vor der „Berufsmäßigkeit“: Während das erste Kriterium „von vornherein auf 50 Tage begrenzt“ noch relativ klar ist, macht die „Berufsmäßigkeit“ schon deutlich mehr Schwierigkeiten. Leichter, als zu definieren, was berufsmäßig ist, ist es, festzuhalten, wann „Berufsmäßigkeit“ nicht vorliegt.

Berufsmäßigkeit liegt in diesen Fällen nicht vor:

  • Bei kurzfristigen Beschäftigungen, die nur gelegentlich (zum Beispiel zwischen Schulabschluss und Studium) ausgeübt werden,
  • wenn kurzfristige Beschäftigungen während ruhender Arbeitsverhält­nisse, zum Beispiel wegen Bundesfreiwilligendienst oder freiwilligen Wehrdienstes ausgeübt werden,
  • wenn sie neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ausgeübt werden,
  • wenn sie neben dem Bezug von Vorruhestandsgeld ausgeübt werden oder
  • bei beruflich nicht (mehr) aktiven Personen (z. B. Hausfrauen, Rentnern).

Berufsmäßigkeit liegt allerdings sehr wohl vor in folgenden Fällen:

  • Beschäftigung vor dem Studium, aber nach Bundesfreiwilligendienst bzw. freiwilligem Wehrdienst,
  • kurzfristige Beschäftigungen in der Elternzeit und
  • Beschäftigung von Arbeitslosen.

Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, holen Sie eine Auskunft der Krankenkasse ein, wo der kurzfristig zu Beschäftigende zuletzt tätig war, ob er nach Einschätzung der Kasse „berufsmäßig“ tätig ist oder nicht.


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