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06.10.2014

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Wenn Sie ausländische Handwerker engagieren

Manche Hausbesitzer lassen Renovierungen von Handwerkern aus den ehemaligen Ostblock-Staaten ausführen, da diese deutlich billiger arbeiten - ob  auch genauso gut wie deutsche Handwerker, lassen wir einmal dahingestellt.

Vorsicht: Dabei dürfen Unternehmer nicht vergessen, dass sie auf die Leistungen der ausländischen Arbeiter 19 Prozent Mehrwertsteuer abführen müssen, auch wenn es sich um das Privathaus handelt - egal ob selbstgenutzt oder vermietet. Das gilt selbst dann, wenn der ausländische Bauunternehmer im Heimatland Kleinunternehmer ist und dort gar nicht der Umsatzsteuer unterliegt. Ein Vorsteuerabzug für diese Umsatzsteuer gibt es nur bei Gewerbebauten, nicht aber beim Privathaus oder Mietshäusern. (§ 13b Abs. 2 Nr. 1 UStG)

Ein aktueller Fall lag so: Eine Unternehmerin hatte ein Mehrfamilienhaus gekauft, das sie von einem ungarischen Kleinunternehmer renovieren ließ. Der schrieb auf seine Rechnungen, dass er Kleinunternehmer sei und deshalb keine Mehrwertsteuer anfalle. Das Finanzamt forderte trotzdem von der Dame 19 Prozent Umsatzsteuer auf den Rechnungsbetrag. Weder nützte ihr das Argument, dass sie selber keine Bauleistungen erbringen würde, noch, dass es sich um umsatzsteuerfrei vermietete Wohnungen handelte, noch, dass der Ungar Kleinunternehmer war. Es reichte aus, dass die Dame selbst anderweitig als Unternehmerin tätig war. (FG München, 05.06.14, 2 K 1726/13, juris, amtlich n. v.).

Entwarnung für steuerliche Nicht-Unternehmer: Wer nicht in eigener Person Unternehmer ist (zum Beispiel „nur“ Gesellschafter einer KG oder GmbH ist) und in eigener Person keinerlei Umsätze tätigt, ist nicht betroffen.


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