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20.06.2015

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Alte KG-Gewinne darf man auch später noch entnehmen

Dieser Buchungsfehler passiert häufig in KGs: Neue Verluste werden verrechnet mit alten Gewinnen der Gesellschafter, und dadurch werden diese an der Entnahme dieser alter Gewinne gehindert.

Richtig wäre es aber so: Falls die KG-Satzung regelt (was der Regelfall ist), dass man Gewinne entnehmen kann, sind diese auf einem Darlehenskonto des Gesellschafters zu verbuchen. Sie sind dann kein Eigenkapital der KG mehr, sondern Fremdkapital, weil das Geld bereits dem Gesellschafter gehört. Er kann dann von diesem Darlehenskonto jederzeit Entnahmen tätigen. Spätere Verluste sind hingegen auf einem Verlustsonderkonto zu ver­buchen und müssen dann erst durch spätere Gewinne ausgeglichen werden – aber nicht umgekehrt!

So wird häufig falsch gebucht: Spätere Verluste werden von den stehen gelassenen Gewinnen abgezogen und der Gesellschafter dadurch an der Entnahme der Gewinne gehindert. All das ist zwar in Einmann-KGs egal (hier „betrügt“ sich der Allein-Gesellschafter höchstens selbst), in KGs mit mehreren Gesellschaftern kann es aber zu ernsthaftem Streit und Schadensersatzansprüchen gegenüber der Kanzlei führen, die die Bilanz erstellt.

Wichtig: Regeln Sie die eben beschriebene Situation im Gesellschaf­­ter­vertrag, um spätere Differenzen zu vermeiden.


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