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02.10.2015

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Trennen Sie Entnahmen und Verluste immer strikt

Manche KGs arbeiten immer noch mit einem zu einfachen Kapitalkontenmodell, das nur ein fixes und ein variables Kapitalkonto vorsieht. Dieses Modell ist jedoch ungeeignet: Denn es berücksichtigt nicht, dass Verluste und Entnahmen ganz unterschiedliche Folgen nach sich ziehen und deshalb nicht vermischt werden dürfen.

Grundsätzlich gilt nämlich:
Hat ein Kommanditist seine Einlage geleistet, ist jegliche private Haftung ausgeschlossen. Das gilt auch dann, wenn die Einlage später durch Verluste gemindert wird. Aber: Entnimmt ein Kommanditist seine Einlage, lebt die Haftung sehr wohl wieder auf.

Wie will man das bei einem einzigen variablen Kapitalkonto trennen? Das ist nicht möglich!

Beispiel 1: A ist Kommanditist der A-GmbH-&-Co-KG. Laut Handelsregister und Gesellschaftsvertrag beträgt seine Haftsumme bzw. Pflichteinlage 100.000 Euro. Er hat diese Summe bereits auf das KG-Konto eingezahlt. Er entnimmt später jedoch 40.000 Euro wieder - ohne entsprechende Gewinne. Ergebnis: Falls die KG einmal pleite gehen sollte, würde er mit 40.000 Euro persönlich haften.

Beispiel 2: Wie oben, aber: Das Kapitalkonto wurde durch Verluste auf 60.000 Euro gemindert. Ergebnis: keine Haftung des Kommanditisten! Haftung aber dann, wenn er später Gewinne entnimmt, bevor die Höhe seiner Pflichteinlage wieder erreicht ist.

Diese klare Aussage sollte man aus der Bilanz ablesen können: Das geht aber nicht, wenn Verluste und Entnahmen über dasselbe Kapitalkonto gebucht werden. Sie benötigen also unbedingt ein sogenanntes Vier-Kontenmodell (Achtung! Das hat nichts mit vier Bankkonten zu tun, sondern nur mit Kapitalkonten in der Bilanz). Wie dieses Modell aussieht, können Sie im Internet abrufen unter www.cokg-aktuell, Tipp-Datenbank.

Fazit: Vermeiden Sie Ihre persönliche Haftung als Kommanditist, indem Sie Verluste und Entnahmen buchungstechnisch streng voneinander trennen.


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