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20.06.2016

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Viele KG-Testamente bergen unerkannten Steuer-Spreng­stoff

Folgendes ist eine Konstellation, die man in vielen Familien-GmbH-&-Co-KGs antrifft: Der Vater hält das Betriebsgrundstück im Privatvermögen und vermietet es an seine KG. Dadurch ist es zivilrechtlich Privatvermögen, steuerlich aber Sonderbetriebsvermögen.

Die Gefahr: Wenn der Vater nun aus Gründen der Gleichbehandlung dem einen Kind das Unternehmen schenken will und dem anderen das Grundstück, kommt es zur Entnahme des Grundstücks mit Auflösung der stillen Reserven.

Beispiel: Die Tochter soll die KG fortführen, der Sohn das Grundstück bekommen, ohne an der KG beteiligt zu sein. Das Grundstück steht in der Bilanz mit 100.000 Euro, ist aber inzwischen eine Million Euro wert. Erbt der Sohn das Grundstück oder bekommt es geschenkt, ohne dass er gleichzeitig an der KG beteiligt wird, kommt es zur Entnahme und zur Versteuerung von 900.000 Euro stillen Reserven.

Vermeidungsstrategie eins: im Rahmen der Nachfolgeplanung muss der Sohn wenigstens einen kleinen Anteil an der KG bekommen, zum Beispiel fünf Prozent. Dann kann er das Grundstück im Sonderbetriebsvermögen behalten, und die Versteuerung der stillen Reserven ist vermieden.

Vermeidungsstrategie zwei: Falls der Sohn gar nicht beteiligt werden soll - nicht einmal mit einem Minianteil -, muss das Grundstück zuvor in eine zweite Grundstücks-GmbH-&-Co-KG übertragen werden. Dadurch bleibt es Betriebsvermögen, und die Versteuerung der stillen Reserven ist ebenfalls vermieden.


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