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04.07.2016

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Mitarbeiter steuergünstig durch Dienst-Fahrräder motivieren

Gerade in „hippen“ Branchen im Großstadtmilieu erfreuen sich Dienst-Fahrräder mittlerweile größerer Beliebtheit als Dienstwagen. Kein Wunder, denn wer steht schon gerne im Stau?

Zudem können aufwendige Mountainbikes oder E-Bikes statusträchtiger sein als Autos. Steuerlich sind sie zudem deutlich günstiger als Autos - und gesünder allemal.

Stets 100 Prozent Betriebsausgabenabzug für den Arbeitgeber:
Man braucht keinen betrieblichen Grund für die Überlassung eines Fahrrads. Selbst wenn der Mitarbeiter ausschließlich privat damit radelt (oder damit ins Büro fährt), sind die Kosten für das Rad zu 100 Prozent Betriebsausgabe beim Unternehmen.

Werden E-Bikes anders behandelt als konventionelle? Nein, auf den Motor kommt es nicht an, wohl aber darauf, ob das E-Bike ein Kennzeichen hat oder nicht.

Fahrräder ohne Kennzeichen: Konventionelle Fahrräder und Elektrofahrräder ohne Kennzeichen und Versicherungspflicht werden gleich behandelt, nämlich so: Der Mitarbeiter versteuert ein Prozent der auf volle 100 Euro abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte muss man nicht extra versteuern.

Schnelle Fahrräder mit Versicherungspflicht und Nummernschild: Für Fahrräder, die alleine durch den Antrieb schneller als 25 Stundenkilometer fahren (S-Pedelec), gelten dieselben Regeln wie für Kleinkrafträder oder Autos. Das betrifft vor allem die zusätzliche Steuerpflicht für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Die Steuer dafür dürfte sich aber im Bereich von ein paar Euro im Monat bewegen.

Beispiel 1:
Heiko bekommt von der Firma ein Mountainbike überlassen, das im Eigentum des Arbeitgebers bleibt. Der Kaufpreis beträgt 2.500 Euro (unverbindliche Preisempfehlung 3.400 Euro). Heiko fährt damit ausschließlich privat am Wochenende. Heiko versteuert dafür jeden Monat ein Prozent von 3.400 Euro, also 34 Euro. Anders als beim Dienstwagen kosten Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte beim Mountainbike (Fahrrad ohne Nummernschild) keine extra Steuern. Würde Heiko also mit dem Bike auch in die Arbeit fahren, käme dasselbe Ergebnis heraus.

Beispiel 2: Nina bekommt ein S-Pedelec zur Verfügung gestellt, dessen Elektroantrieb über 25 Stundenkilometer schafft und daher ein Kennzeichen hat. Es kostet 3.000 Euro (unverbindliche Preisempfehlung). Nina wohnt fünf Kilometer von der Arbeit entfernt und nutzt das Fahrrad, um in die Arbeit zu fahren. Sie versteuert jeden Monat 30 Euro plus 4,50 Euro (0,03 Prozent x 3.000 Euro x fünf Kilometer) für Fahrten zwischen Zuhause und der Firma.


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