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12.02.2018

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Das will die neue GroKo auf dem Gebiet der Steuern umsetzen

Man weiß, dass alles noch am SPD-Mitglieder-Entscheid hängt, aber falls er pro GroKo ausfällt, wären das die für Unternehmer wichtigen Punkte, auf die sich Union und SPD immerhin schon einmal geeinigt haben:

  • Keine Steuererhöhungen: Leider sind keine Steuersenkungen geplant, aber (abgesehen für Zinseinkünfte) auch keine Steuererhöhungen. Kommentar: Der einzige Erfolg, den die CDU in diesen Verhandlungen erreicht hat - außer, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt.
  • Halbierte Dienstwagensteuer für E-Autos: Für E-Fahrzeuge (Elektro- und Hybridfahrzeuge) soll es einen reduzierten Satz von 0,5 Prozent geben. Zudem soll für gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge eine auf fünf Jahre befristete Sonder-AfA von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung eingeführt werden. Kommentar: Nachdem man jahrelang hier nur Peanuts verteilt hatte (kleiner Abzug vom Listenpreis für die Kosten des Akku,s sowie Entfall von ca. 200 Euro Kfz-Steuer im Jahr), scheint man nun wirklich klotzen zu wollen. 40.000 Euro Sonder-Abschreibung beim Kauf eines 80.000 Euro-Teslas und dann nur 400 Euro im Monat zu versteuern – das könnte wirklich etwas bewirken. Freilich auch einen Preisverfall für gebrauchte E-Autos, die voraussichtlich nicht gefördert werden. Denn wer kauft noch einen gebrauchtes E-Auto, wenn er ein neues zu 50 Prozent abschreiben kann?
  • Abschaffung des Soli ab 2021: Dieses Jahr, 2019 und 2020 tut sich hier gar nichts. Erst im Jahr der nächsten (planmäßigen) Bundestagswahl soll der Soli schrittweise abgeschafft werden, allerdings nicht für Besserverdiener. 90 Prozent der Steuerzahler sollen keinen Soli mehr zahlen, aber 100 Prozent aller (erfolgreichen) Unternehmer weiterhin.
  • Einführung einer Grundsteuer C, um das Brachliegenlassen von Bauland zu bestrafen.
  • Sonderabschreibung vier mal fünf Prozent für den Bau bzw. Kauf neuer, günstiger Mietwohnungen: Diese Abschreibung soll 2018 bis 2021 gelten.
  • Förderung der Gebäudesanierung: Man soll künftig wählen können zwischen einer Zuschussförderung und Abzug vom zu versteuernden Einkommen.
  • Baukindergeld: Wer ein Haus zum Selbstbezug baut oder kauft, soll zehn Jahre lang ein Baukindergeld von 1.200 € je Kind und pro Jahr bekommen. Einkommensgrenze: 75.000 € plus 15.000 € pro Kind. Kommentar: Keine einzige „arme“ Familie wird durch 100 oder 200 Euro monatlich in die Lage versetzt, sich nun plötzlich doch in München oder Hamburg eine Vier-Zimmer-Wohnung kaufen zu können. Wer sich aber sowieso einen Hausbau leisten kann, wird diese 100 Euro im Monat gerne mitnehmen.
  • Weniger Grunderwerbsteuer für Familien: Hier soll ein Kinder-Freibetrag geprüft werden.
  • Kindergeld: Das Kindergeld soll zum 01.07.2019 um zehn Euro monatlich und zum 01.01.2021 um weitere 15 Euro steigen. Der Kinderfreibetrag soll analog ansteigen.
  • Abschaffung der Abgeltungsteuer: Die Abgeltungsteuer von 25 Prozent auf Zinserträge soll abgeschafft werden. Ob sich etwas an der Besteuerung von Gewinnausschüttungen und Dividenden ändern soll, ist nicht bekannt.
  • Weniger Bürokratie für Start-Ups: In den ersten beiden Jahren nach Gründung sollen Unternehmen von der monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldung befreit werden.
  • Bekämpfung des Umsatzsteuerbetrugs auf Amazon und eBay: Über 90 Prozent aller Händler aus Fernost führen beim Verkauf über Online-Plattformen keine Umsatzsteuer ab. Mit ein paar Jahren Verzögerung will der Gesetzgeber nun reagieren: Amazon und Co sollen verpflichtet werden, über ihre Händler Auskunft zu erteilen.
  • Vermeidung der kalten Progression: Wie bisher soll alle zwei Jahre der Einkommensteuertarif um Inflationseffekte bereinigt werden.

 


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