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11.04.2018

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Aus der Redaktions-Hotline: Lohnkostenoptimierer

E-Mail von Gerhard C. aus Marburg an die Redaktions-Hotline: „Bei uns im Unternehmen hat sich eine Firma vorgestellt, die lohnsteuerpflichtigen Lohn in steuerfreie Komponenten umwandeln will, wodurch eine enorme Kostenersparnis eintreten soll. Sie sind bereits auf 10.000 Euro jährliche Ersparnis gekommen. Wie sie das genau berechnen, verraten sie allerdings nicht - das sei ihr Betriebsgeheimnis. Die Provision für die Firma wäre einmalig 30 Prozent, also 3.000 Euro. Was halten Sie davon? Funktioniert so etwas?“

IZW antwortet: Es ist zutreffend, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, Lohnbestandteile lohnsteuerfrei oder lediglich mit einem 25-prozentigen Pauschalsteuersatz auszubezahlen.

Typische Beispiele: Kindergartenzuschüsse, Diensthandy, Fahrtkosten­zuschüsse, Benzingutscheine, geschenkte Computer, Erholungsbeihilfen und einiges andere. Mehr dazu im EXTRA „Steuerfreie Zahlungen von A - Z: Das ist 2018 neu“ in der Tipp-Datenbank.

Falls normales Bruttogehalt umgewandelt werden soll, kranken diese Modelle daran, dass sie kompliziert sind und für den Arbeitnehmer zum Teil nicht nachvollziehbar, sodass die Akzeptanz der Mitarbeiter eher gering ist. Viele fühlen sich „über den Tisch gezogen“, wenn ihr Bruttogehalt reduziert werden soll.

Eine ärgerliche Masche dieser „Optimierer“ ist es zudem, dass diese - wohl um ihre Tricks geheim zu halten - die Rechtsgrundlagen der Umwandlung nicht offenbaren wollen. Deshalb ist es auch schwierig, eine fachkun­dige Stellung­nahme zu deren Vorschlägen abzugeben.

Rechtlich wacklig: Oftmals halten die vorgeschlagenen Maßnahmen zudem einer Überprüfung durch das Finanzamt nicht statt. Exemplarisch hierfür listet dieses Urteil alle typischen Maßnahmen auf, die solche Optimierer oft vorschlagen und die hier alle einer gerichtlichen Überprüfung nicht standgehalten haben: FG Rheinland-Pfalz, 23.11.16, 2 K 1180/16, EFG 12, 1102.

Unser Rat: Laden Sie sich unser IZW-EXTRA kostenlos herunter und setzen Sie diese Zusatzleistungen vor allem im Rahmen von Gehaltserhöhungen ein. Wenn Sie bestimmte steuerfreie „Goodies“ statt normalem Bruttolohn einsetzen, können Sie in der Tat erheblich Lohnnebenkosten einsparen. Und das ohne einen Cent Provision.


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