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30.07.2004

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Wann Sie als Kommanditist versicherungspflichtig sind

Immer wieder kommt es in GmbH & Co. KGs vor, dass bei einer Sozialversicherungsprüfung zur großen Überraschung der Gesellschafter festgestellt wird, dass einer der Kommanditisten sozialversicherungspflichtig ist.

Wann besteht Sozialversicherungspflicht? Diese liegt bei Kommanditisten vor, die
1. nicht Gesellschafter-Geschäftsführer der Komplementär-GmbH sind und
2. mit einem “normalen” Arbeitsvertrag beschäftigt sind, der feste Arbeitszeiten und ein festes Gehalt regelt.

Wann besteht keine Sozialversicherungspflicht? Kommanditisten einer GmbH & Co. KG sind sozialversicherungsfrei, wenn sie Gesellschafter-Geschäftsführer der Komplementär-GmbH sind. Oder: Wenn ein Kommanditist in der KG nur aufgrund des Gesellschaftsvertrags, nicht aber aufgrund eines Arbeitsvertrags zur Dienstleistung verpflichtet ist und kein festes Gehalt, sondern nur einen Gewinnvorab erhält.

Beispiel 1: Herr Müller ist zu 75 Prozent an der Müller GmbH & Co. KG beteiligt, außerdem ist er Gesellschafter-Geschäftsführer der Komplementär-GmbH. Er ist sozialversicherungsfrei. Seine Frau ist mit 25 Prozent an der KG beteiligt und hat einen Arbeitsvertrag als Buchhalterin. Dieses Gehalt ist sozialversicherungspflichtig. Steuerliche Gemeinheit: Als sozialversicherungspflichtige Kommanditistin muss Frau Müller nicht nur ihr Gehalt, sondern auch die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung als gewerbliche Einkünfte versteuern. Bei normalen Arbeitnehmern sind die Arbeitgeberanteile hingegen steuerfrei.

Beispiel 2: Herr Schulze ist an der ABC GmbH & Co. KG mit 30 Prozent beteiligt. Im Gesellschafter-Vertrag ist geregelt, dass Schulze die Werkstatt leiten muss. Schulze erhält monatlich 3000 Euro Gewinnvorab. Diese Zahlungen werden jedes Jahr auf Schulzes 30-prozentigen Gewinnanteil angerechnet. Im Verlustfall muss Schulze das Geld zurückzahlen. Ergebnis: Schulze ist versicherungsfrei.


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