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04.10.2004

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Wie Sie Streit wegen unterschiedlicher Auto-Vorlieben vermeiden

Bei Autos gehen die Meinungen bekanntlich weit auseinander. Während der eine einen E-Klasse-Mercedes für das absolute Minimum hält, reicht dem anderen ein VW Golf.

In einer gemeinsamen Firma führt das schnell zum Streit: Wenn zwei Leute gemeinsam eine GmbH & Co. KG betreiben und sich hier nicht auf eine einheitliche Lösung einigen können, sind Zwistigkeiten vorprogrammiert. Derjenige mit dem Billigauto sieht in der Regel nicht ein, warum er den Luxus des anderen mitfinanzieren soll.

Die Lösung geht in einer GmbH & Co. KG recht einfach: Die Gesellschafter lassen ihre Autos nicht auf die KG, sondern einfach auf ihren eigenen Namen zu. Dann vermieten sie den Wagen an die KG. Die jeweiligen “Sonderbetriebs-”Einnahmen/ Ausgaben werden dem Gewinnanteil des einzelnen Gesellschafters vorweg zugerechnet. Dadurch erleidet der andere Gesellschafter weder einen Nach-, noch einen Vorteil.

Vorteile: Mit dieser Methode ist der steuerwirksame Abzug der Kfz-Kosten (Abschreibung, Leasing usw.) sichergestellt. Mit den Auto-Kosten belastet wird aber nicht die KG, sondern der jeweilige Gesellschafter, der den Wagen nutzt. Das ist nur gerecht.

Vorsteuerabzug gesichert: Den Vorsteuerabzug erhalten die jeweiligen Gesellschafter persönlich, denn durch die Vermietung des Autos werden sie selber zum umsatzsteuerlichen Unternehmer.

Kleiner Kostennachteil: Durch diese Vorgehensweise können höhere Steuerberaterkosten entstehen. Denn zum einen müssen die Gesellschafter nun selber Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben. Zum anderen muss eine “Sonderbilanz” für jeden Gesellschafter gemacht werden. Vielleicht muss bei Ihnen aber sowieso schon eine gemacht werden (z. B. wegen einer Grundstücksvermietung), dann fallen diese Zusatzkosten schon mal weg. Tipp: Handeln Sie mit Ihrem Berater ein günstiges Pauschalhonorar aus. Denn der zusätzliche Arbeitsaufwand dürfte gering sein.

Fazit: In einer GmbH & Co. KG mit mehreren Gesellschaftern lässt sich Streit über den “angemessenen” Firmenwagen leicht vermeiden. Die Gesellschafter kaufen oder leasen den Wagen “privat” und vermieten ihn an die KG. Dadurch wird das Thema “Auto” zur Privatsache und jeder zahlt seine Kosten selbst. Streit erübrigt sich so. Alle steuerlichen Vorteile des Firmenwagens bleiben trotzdem gewahrt.


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