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14.10.2004

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Vermeiden Sie den typischen Irrtum bezüglich „VWL“

Mit „VWL“ bezeichnet man gemeinhin „vermögenswirksame Leistungen“. Gemeint sind Sparverträge, die der Arbeitnehmer abschließt, aber zu denen der Arbeitgeber die Beiträge überweist. Das kann ein Zuschuss des Arbeitgebers sein oder der Arbeitnehmer finanziert die Sparbeiträge teilweise oder voll selbst über einen Gehaltsabzug.

Ein häufiger Irrtum: Viele Arbeitgeber und -nehmer glauben, dass vermögenswirksame Leistungen steuerfrei oder sozialversicherungsfrei seien. Vermögenswirksame Leistungen sind jedoch voll abgabenpflichtig: Sie unterliegen der Steuer- und Sozialversicherungspflicht wie ganz normaler Bruttoarbeitslohn.

Die einzige Begünstigung kann die Sparzulage sein: Arbeitnehmer mit niedrigem zu versteuerndem Einkommen (17 900 Euro bzw. 35 800 Euro bei Ledigen bzw. Verheirateten pro Jahr) erhalten eine Sparzulage, die je nach Art der Geldanlage zwischen 9 und 22 Prozent (ab 2004) der gesparten Beträge ausmacht. (Rechtsgrundlage: § 13 VermBG)

Fazit: Vermögenswirksame Leistungen sind in jedem Fall voll steuer- und beitragspflichtig. Bei Überschreiten der obigen Einkommensgrenzen gibt es nicht einmal eine Sparzulage. „VWL“ sind daher für normal verdienende Arbeitnehmer uninteressant. Diese tun besser daran, ganz formlos privat Geld vom Nettoeinkommen anzulegen. Damit ersparen sie sich selbst und dem Arbeitgeber eine Menge Bürokratie.


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