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28.10.2004

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Wie Sie Ihre Weihnachtsfeier steuerlich optimal gestalten

Die Kosten für Weihnachtsfeiern oder andere Betriebsveranstaltungen sind stets in voller Höhe Betriebsausgaben, egal wie oft und wie teuer Sie feiern. Ein Problem ist aber die Lohnsteuer. Nur falls Sie bestimmte Regeln einhalten, kommen Ihre Mitarbeiter ohne Lohnsteuerabzug davon.

110-Euro-Grenze: Je Mitarbeiter darf die Veranstaltung höchstens 110 Euro (inkl. MwSt.) kosten. Bringt ein Mitarbeiter seinen (Ehe-)Partner mit, stehen damit für beide pro Kopf nur noch 55 Euro zur Verfügung. (Rechtsgrundlage: R 72 LStR)

Maximal zwei Feiern im Jahr sind steuerfrei: Steuerfrei dürfen Sie nur zwei Betriebsfeiern pro Jahr machen (z.  B. Oktoberfestbesuch und Weihnachtsfeier).

Pauschalsteuer bei Überschreiten der Grenzwerte: Fallen pro Mitarbeiter mehr als 110 Euro an oder haben Sie mehr als zwei Betriebsveranstaltungen durchgeführt, können Sie die Kosten mit 25 Prozent pauschal versteuern. In letzterem Fall können Sie sich die billigste(n) Feiern eines Jahres zum Pauschal-Versteuern aussuchen. Sozialversicherung fällt bei Anwendung der 25-prozentigen Pauschalsteuer nicht an.

Diese Regeln gelten für Geschenke: Geschenke auf der Weihnachtsfeier bis 40 Euro werden in die 110-Euro-Grenze eingerechnet. Liegen der Wert des Geschenks und die Kosten für die Veranstaltung trotzdem noch unter 110 Euro pro Kopf, bleibt alles lohnsteuerfrei. Falls die Grenze überschritten ist, wird pauschale Lohnsteuer auf den Gesamtbetrag fällig (siehe oben).

Geldgeschenke: Auf diese (außer auf zweckgebundenes Zehrgeld) müssen Sie stets die individuelle Lohnsteuer und Sozialversicherung abführen. Hier gibt es nicht einmal die günstige Pauschalsteuer.

Einzige Ausnahme: Sie verlosen das Geld. Mehr über diese mögliche Gestaltung lesen Sie weiter unten ...

Teure Sachgeschenke: Verschenken Sie wertvolle Sachen über 40 Euro, zählen diese bei der 110-Euro-Grenze nicht mit. Sie müssen dann aber grundsätzlich immer die pauschalen 25-prozentigen Steuern auf den Brutto-Wert des Geschenks abführen. Ist das Geschenk aber gar zu wertvoll und kann es relativ leicht wieder zu Geld gemacht werden (z. B. Krügerrand-Münzen), wittern Finanzamt und Krankenkasse meist Missbrauch und verlangen volle Lohnsteuern und Sozialabgaben.

Ausnahmeregelung für Laptops und Computer: Wenn Sie diese Geräte verschenken, gilt dafür die 25-prozentige Pauschalsteuer, egal wie teuer das Geschenk ist. (Rechtsgrundlage: § 40 Abs. 2 Nr. 5 EStG)

Fazit: Beachten Sie die 110-Euro-Grenze je Mitarbeiter und die Grenze für zwei Betriebsveranstaltungen im Jahr, dann kommen Sie völlig ohne Steuerbelastung davon. Ansonsten sind Sie mit der 25-prozentigen Pauschalsteuer (außer bei Geldgeschenken) immer noch recht gut bedient. Geldgeschenke sollten Sie meiden - außer Sie nutzen dieses Modell:


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