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12.11.2004

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Zu Weihnachten Geschäftspartnern steuerlich clever schenken

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Das gilt im Privaten genauso wie im Geschäftlichen. Bei letzteren beteiligt sich sogar das Finanzamt an den Kosten - aber nur wenn Sie die zahlreiche Spielregeln beachten.

Höchstgrenze: Geschenke an Geschäftsfreunde können Sie nur dann als Betriebsausgaben geltend machen, wenn die Kosten (ohne Verpackungs- und Versandkosten) je Geschäftspartner und Jahr maximal 35 Euro plus MwSt. betragen. 1991 bis 2001 betrug die Grenze übrigens 75 DM, 2002 und 2003 waren es 40 Euro. (Rechtsgrundlage: § 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG)

Vorsicht: Verschenken Sie mehr, können Sie gar nichts mehr geltend machen, nicht einmal mehr die 35 Euro.

Beispiel: Die Spendier-GmbH-&-CoKG schenkt Herrn Kunde zum Geburtstag eine Flasche Champagner für 30 Euro. Zu Weihnachten bekommt Herr Kunde noch eine Schachtel Lebkuchen im Wert von 10 Euro. Die Folge: Damit ist die 35-Euro-Jahresgrenze überschritten, und alle 2004er-Geschenke an Herrn Kunde dürfen nicht als Betriebsausgabe abgezogen werden.

Tipp: Schenken Sie lieber der Ehefrau oder den Kindern etwas, falls die Grenze eng wird. Der 35-Euro-Betrag gilt nämlich je Person. Geschenke an Kinder müssen natürlich kindgerecht sein. Wenn ein akribischer Betriebsprüfer feststellt, dass Sie einem Dreijährigen eine Flasche Himbeergeist geschenkt haben, wird er das Geschenk dem Vater zurechnen.

Extra-Tipp: Geschenke, die nur betrieblich nutzbar sind, kann Ihre GmbH & CoKG stets in voller Höhe absetzen. Wenn also z. B. eine Bäckerei-Bedarfs-GmbH-&-CoKG einer Bäckerei eine Teigrührmaschine schenkt, kann das die schenkende Firma in voller Höhe absetzen. (Rechtsgrundlage: RL 21 Abs. 2 Satz 4 EStR) 

Denken Sie an die Aufzeichnungspflicht: Buchen Sie Geschenke auf ein extra Konto, auf das nur Geschenke gebucht werden. Außerdem müssen Sie dafür sorgen, dass man die Empfänger nachvollziehen kann. Dafür genügt aber eine separate Liste. (Rechtsgrundlage: § 4 Abs. 7 EStG) 


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