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04.01.2005

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Jetzt kommen Sie leichter aus Schrott-Immobilienfonds heraus

Haben auch Sie Geld mit geschlossenen Immobilienfonds verloren? In vielen Fällen sieht die Situation heute so aus: Die versprochenen Mieterträge sind nicht eingetroffen, die Fonds überschuldet, die Mietgarantiegeber pleite und die Fondsanteile wertlos. Der Anleger sitzt auf einem Schuldenberg, doch die finanzierende Bank zuckt mit den Achseln und sagt: “Was haben wir mit Ihrer Fonds-Pleite zu tun?”

Der Bundesgerichtshof erleichtert jetzt den Ausstieg: Der Fondsbeitritt und der vom Anlagevermittler angebahnte Kreditvertrag gelten als “verbundenes Geschäft”. (Fundstelle: 6 BGH-Urteile vom 14.06.04, www.bundesgerichtshof.de)

Das heißt für Sie: Falls Sie von den Fonds-Anbietern getäuscht wurden, können Sie das auch der Bank entgegenhalten, wenn der Anlageberater auch den Kredit vermittelt hat. Die Bank hat dann keinen Zahlungsanspruch gegen Sie. Umgekehrt haben Sie einen Anspruch gegen die Bank auf Rückzahlung Ihrer gesamten Zahlungen (Zins und Tilgung). Sie müssen Ihre Ansprüche gegen den Fonds und die Fondsverantwortlichen an die Bank abtreten und sich etwaige Steuervorteile anrechnen lassen.

Sind die Verträge in Ihrer Wohnung geschlossen worden? Auch dann haben Sie das Recht, Ihre Vertragserklärungen zu widerrufen, wenn Sie über das Widerrufsrecht nicht ordnungsgemäß belehrt worden sind.

War bei Ihnen ein Treuhänder im Spiel? In der Regel sind alle Erklärungen nichtig, wenn Sie von einem Treuhänder vertreten wurden, der kein Rechtsanwalt war (Verstoß gegen das Rechtsberatungsgesetz).

Fazit: Falls Sie
- vom Fonds-Initiator getäuscht wurden, oder
- den Vertrag in Ihrer Wohnung abgeschlossen haben, oder
- beim Vertragsabschluss von einem Nicht-Rechtsanwalt als Treuhänder vertreten   wurden oder
- nicht ausreichend über die Kreditkonditionen belehrt wurden,
haben Sie aufgrund der neuen BGH-Urteile gute Chancen, die Fondsanteile an die finanzierende Bank zurück zu geben und so Ihre Schulden los zu werden. Suchen Sie einen versierten Anwalt auf und weisen Sie ihn auf die obengenannte BGH-Urteilsserie hin. Beeeilen Sie sich, damit Ihr Fall nicht in die Verjährung rutscht.


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