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04.01.2005

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Was Sie beachten sollten, wenn Ihre KG Grundbesitz hat

Müssen Sie für eine KG-Anteilsübertragung eigentlich zum Notar, wenn Ihre KG Grundbesitz hat? Nein. Denn der Eigentümer des Grundstücks, die GmbH & Co. KG, ändert sich ja nicht. Dadurch können Grundstücke mittelbar quasi “am Küchentisch” verkauft werden. Denn auch den Verkauf von 100 Prozent der Kommanditanteile können Sie privatschriftlich oder sogar mündlich vereinbaren. Das gilt sogar dann, wenn Ihre KG millionschweres Immobilieneigentum besitzen sollte.

Vorsicht Grunderwerbsteuer: Werden innerhalb von fünf Jahren mehr als 95 Prozent der Gesellschaftsanteile übertragen, muss die KG Grunderwerbsteuer zahlen. Beispiel: Bis Mitte 2000 war Herr Meier Allein-Gesellschafter der Meier GmbH & Co. KG. Die Meier GmbH & Co. KG hat umfangreichen Grundbesitz. Mitte 2000 kaufte ihm Herr Müller 50 Prozent der Kommanditanteile ab. Keine Grunderwerbsteuer. Ende 2004 scheidet Herr Meier aus und verkauft seine Anteile an Frau Moser. Nun muss die GmbH & Co. KG auf den kompletten Grundbesitz Grunderwerbsteuer zahlen, weil innerhalb von fünf Jahren mehr als 95 Prozent der Gesellschaftsanteile übertragen wurden. (Rechtsgrundlage: § 1 Abs. 2a GrEStG) 

Steuerfalle für den Alt-Gesellschafter: Zahlen muss zwar die KG, aber durch seine 50-prozentige Beteiligung ist dadurch mittelbar auch der Alt-Gesellschafter Müller belastet, obwohl er für die steuerauslösende 2004er-Transaktion gar nichts konnte.

Familien-GmbH-&-Co.-KG: Anteilsübertragungen innerhalb der Familie sind steuerfrei. Beispiel: Die Schulze GmbH & Co. KG hat Grundbesitz. Allein-Gesellschafter Schulze verkauft seinem Sohn 100 Prozent seines KG-Anteils. Folge: Keine Grunderwerbsteuer. (Rechtsgrundlage: § 3 Nr. 2-7 GrEStG)


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