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03.02.2005

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Vermeiden Sie diese Fehler bei der Unternehmensnachfolge

Viele Unternehmer beschäftigen sich ungern mit dem Thema Nachfolgeplanung. Die Folge: Etwa ein Drittel aller Unternehmer hat kein Testament, und etwa ein Zehntel aller Insolvenzen wird auf Fehler bei der Nachfolgeplanung zurückgeführt. Die nachfolgenden Beispiele typischer Fehler sollen Sie für das Thema sensibilisieren.

Fehler Nr. 1 - unwilligen oder unfähigen Nachfolger ausgesucht: Viele Unternehmer möchten, dass das Unternehmen in der Familie bleibt. Doch nicht immer findet sich in der eigenen Familie ein geeigneter Nachfolger. Es nützt aber nichts, Sohn oder Tochter das Unternehmen aufzudrängen, wenn diese kein Interesse haben. Oder häufiger: Wenn sie einfach nicht das Zeug dazu haben. Ein langfristig vorbereiteter Verkauf an einen Dritten ist dann oft besser.

Fehler Nr. 2 - kein Testament gemacht: Kein Testament zu machen ist nur für Witwer mit Einzelkind empfehlenswert. Denn sonst bilden alle Erben - ob sie wollen oder nicht - eine Erbengemeinschaft. Oft ist diese Zufallsgemeinschaft jedoch nicht in der Lage, die Firma schlagkräftig zu führen. Beherzigen Sie die Regel: Dein letzter Wille sei auch dein stärkster. Legen Sie klar fest, wer was bekommen soll. Tipp: Machen Sie den Unternehmensnachfolger zum Alleinerben. Alle anderen werden “Vermächtnisnehmer” und haben so einen Anspruch an den Erben. Das muss keine wertmäßige Benachteiligung der anderen sein, aber es stärkt die rechtliche Stellung des Nachfolgers.

Fehler Nr. 3 - veraltetes Testament: Wer sich zu einem Testament durchringt, sollte es auch alle paar Jahre überarbeiten. “Gibt es” überhaupt noch alle Personen, die darin vorkommen? Oder haben sich durch Tod oder Scheidung `nderungen ergeben? Sind noch alle Vermögenspositionen vorhanden? Stellen Sie sich vor, was passiert, wenn die inzwischen geschiedene Schwiegertochter eine inzwischen verkaufte Eigentumswohnung erben soll.

Fehler Nr. 4 - Sonderbetriebsvermögen übersehen: Sonderbetriebsvermögen liegt z. B. vor, wenn ein Kommanditist eine ihm gehörende Immobilie an seine GmbH & Co. KG vermietet. Wenn dann beim Erbfall der Sohn den KG-Anteil und die Tochter die Immobilie erben, kommt es zur Entnahme des Grundstücks. Das kann Steuerzahlungen im sechsstelligen Bereich auslösen.

Fehler Nr. 5 - untypische Todesreihenfolge nicht einkalkuliert: Stellen Sie sich folgendes Beispiel vor: Herr X ist geschieden. Er setzt seinen Sohn (ledig und kinderlos) als Alleinerben ein. Dieser kommt bei einem Unfall ums Leben. Erbe des Vermögens wird nun die geschiedene Witwe von Herrn X. Meinen Sie, das entspricht dem letzten Willen von Herrn X? Zugegeben, derartige Abläufe sind untypisch, aber sie kommen immer wieder vor.

Fazit: Vermeiden Sie, dass Ihr Lebenswerk und Ihr Nachruhm durch Nichtstun oder undurchdachte Gestaltungen bei der Unternehmensnachfolge gefährdet werden. Sprechen Sie das Thema beim nächsten Steuerberaterbesuch an und beginnen Sie zügig mit der Umsetzung. 20 000 Euro Honorar tun Ihrer Familie weniger weh als 200 000 Euro vermeidbare Steuerzahlungen oder überflüssiger Streit nach dem Erbfall.


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