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16.02.2005

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Wenn Ihr Geschäftswagen gestohlen wird

Die meisten Unternehmer nutzen ihren Geschäftswagen gemischt: teils privat und teils betrieblich. Daraus ergeben sich im Fall eines Diebstahls schwierige steuerliche Folgen. Zum Beispiel ist nicht geklärt, was steuerlich passiert, wenn Ihr KG-Auto im Urlaub gestohlen wird.

Halbwegs Klarheit gibt es jetzt aber über Vollkasko-Leistungen: Diese sind zumindest in Höhe der betrieblichen Nutzung Betriebseinnahme. So entschied vor kurzem das oberste Gericht in Steuersachen. Ob der Rest steuerfrei ist, wurde nicht endgültig entschieden. (Fundstelle: BFH, 20.11.03, DStR 2004, 414)

Beispiel: Sie stellen Ihren Geschäftswagen (Betriebsvermögen Ihrer KG), den Sie zu etwa 70 Prozent geschäftlich und zu 30 Prozent privat nutzen, abends vor Ihrem Privathaus ab. Dort wird er gestohlen. Die Versicherung zahlt 50 000 Euro Schadensersatz. Unser Rat: Versteuern Sie davon nur 35 000 Euro als Betriebseinnahme. Die übrigen 15 000 Euro können Sie als Privateinnahme steuerfrei kassieren. Das wurde in dem erwähnten Urteil zwar nicht eindeutig entschieden, lässt sich aber zwischen den Zeilen so herauslesen. Wenn Sie den Vorgang - ohne etwas zu verschweigen - beim Finanzamt offen legen, kann nichts passieren. Verweisen Sie dabei auf obiges Urteil.

Fazit: Wird ein Geschäftswagen vor dem Privathaus gestohlen, muss von der Versicherungsleistung auf jeden Fall ein Anteil in Höhe der betrieblichen Nutzungsquote versteuert werden. Ob der Privatanteil der Versicherungszahlung steuerfrei bleibt, ist noch nicht endgültig entschieden, aber sehr wahrscheinlich.


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