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16.02.2005

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Auch als “Besserverdiener” sollten Sie Kindergeld beantragen

Seit 1996 bekommen Eltern nicht mehr Kindergeld plus Kinderfreibetrag, sondern entweder das eine oder das andere: Gering- und Normalverdiener erhalten Kindergeld, Besserverdiener den Freibetrag. Technisch läuft das so ab: Jeder - auch der Millionär - bekommt auf Antrag Kindergeld ausgezahlt. Bei der Erstellung des Einkommensteuerbescheids prüft das Finanzamt von Amts wegen, ob die Steuerersparnis des Kinderfreibetrags nicht doch höher ist als das Kindergeld.

Besserverdiener müssen das Kindergeld dann wieder rausrücken: Das Finanzamt schreibt die Steuerersparnis aus dem Kinderfreibetrag gut und verrechnet das mit dem Kindergeld. Deshalb beantragen viele “reiche” Eltern gar kein Kindergeld: “Wozu sich die Mühe machen, wenn ich es am Schluss doch wieder hergeben muss?” denken sich viele und geben sich mit dem Kinderfreibetrag zufrieden.

Doch seit 2004 gilt eine neue Rechtslage: Sie müssen bei Ihrem 2004er-Steuerbescheid das Kindergeld auf jeden Fall zurückzahlen, auch wenn Sie es gar nicht bekommen haben. (Rechtsgrundlage: § 31 EStG)

Fazit: Deshalb sollten Sie auf jeden Fall Kindergeld beantragen. Fristablauf droht vorerst nicht: Für Kindergeld 2004 ist ein Antrag bis zum 31.12.08 möglich. Die früher geltende sechsmonatige Antragsfrist gilt schon seit 1998 nicht mehr. Sie können und sollten den Antrag auf Kindergeld also auf jeden Fall noch rückwirkend per 01.01.04 stellen, damit Ihnen kein Geld abgezogen wird, das Sie nicht bekommen haben. (Rechtsgrundlage: § 66 Abs. 3 EStG)


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