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02.03.2005

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So sparen Sie bei älteren Firmenwagen Steuern

Falls Sie ein altes Auto im Betriebsvermögen Ihrer GmbH & Co. KG halten, das Sie auch privat nutzen, zahlen Sie vielleicht drauf.

Das Finanzamt berechnet den Entnahmewert nämlich pauschal: Es nimmt keine Rücksicht darauf, ob das Auto alt oder neu ist. Auch in welcher Höhe Kosten anfallen, ist dem Finanzamt egal. Sie müssen monatlich stets ein Prozent vom ursprünglichen Neuwert versteuern. Einzige Ausnahme: Sie führen ein zeitaufwändiges Fahrtenbuch. Aber auch hier gibt es einen Ausweg:

Tipp: Entnehmen Sie ältere Autos lieber ins Privatvermögen und rechnen Sie 30 Cent je gefahrenen Kilometer ab. Damit kommen Sie steuerlich deutlich besser weg.

Beispiel: Die Schulze GmbH & Co. KG hat einen sechs Jahre alten Wagen, der schon auf Null abgeschrieben ist. Schulze fährt das Auto im Jahr ca. 5000 km betrieblich und etwa 10 000 km privat. Der Brutto-Listen-Neupreis betrug 30 000 Euro, die jährlichen Fahrzeugkosten 4000 Euro. Da kein Fahrtenbuch geführt wird, muss Schulze die Privatfahrten mit 12 x 1 Prozent x 30 000 Euro = 3600 Euro versteuern.

Das ungünstige Ergebnis: Die KG kann nur 400 Euro (4000 Euro Kosten minus 3600 Euro Privatanteil) als Betriebsausgaben absetzen.

Nach einer Entnahme ins Privatvermögen sieht die Sache besser aus: Wenn der Wagen entnommen wird, kann jeder betriebliche Kilometer mit 30 Cent abgesetzt werden. Bei 5000 km Betriebs-Fahrten sind das 1500 Euro Betriebsausgaben-Abzug. Das sind 1100 Euro mehr als vorher.

Vorsteuerabzug auch beim Privat-Auto: Wenn eine Benzinrechnung unmittelbar einer geschäftlichen Fahrt zugeordnet werden kann, bekommen Sie dafür den vollen Vorsteuerabzug, auch wenn es sich um ein Privatauto handelt. (Fundstelle: BMF, 04.11.99, DStR 99, 1906)

Sie müssen kein Fahrtenbuch führen: Eine einfache Aufstellung über die geschäftlich gefahrenen Kilometer reicht. Übrigens: Wenn die Kosten pro Kilometer höher sind als 30 Cent, können Sie auch diese ansetzen.

IZW-Service: Im IZW-Kundenbereich finden Sie einen Excel-Rechner zum Download, der die Frage beantwortet: Privat-Kfz oder Betriebs-Kfz - was ist besser?

Fazit: Neue Autos rein, alte Autos raus aus der GmbH & Co. KG. Das spart Steuern.

Extra-Tipp: Haben Sie den Wagen einst ohne Vorsteuerabzug gekauft, können Sie ihn auch ohne Mehrwertsteuer entnehmen.


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