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14.04.2005

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Wann Dienstwagen-Steuer für Mitarbeiter nicht anfällt

Falls Sie Ihren Mitarbeitern Dienstwagen zur Privatnutzung überlassen, müssen diese dafür einen “geldwerten Vorteil” versteuern. Wenn keine Privatnutzung stattfindet: Dann entfällt der geldwerte Vorteil. Der Mitarbeiter muss nichts versteuern.

Aber wie soll man das nachweisen? Die Finanzverwaltung ist hier streng und verlangt in der Regel ein Fahrtenbuch. Ein Verbot der Privatnutzung interessiert das Finanzamt nur, wenn der Arbeitgeber die Einhaltung des Verbotes überwacht oder wenn die verbotene Nutzung so gut wie ausgeschlossen ist. Beispiel: Der Arbeitnehmer muss das Fahrzeug nach der Arbeitszeit und am Wochenende auf dem Betriebsgelände abstellen und den Schlüssel abgeben.

Ein rechtskräftiges Urteil sieht die Sache nicht so streng: Im konkreten Fall war die Privatnutzung verboten. Der Arbeitgeber hatte das zwar nur lax kontrolliert. Allerdings hätte der betroffene Arbeitnehmer mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, wenn er bei einer Privatfahrt erwischt worden wäre. (Fundstelle: FG Niedersachsen, 25.11.03, 1-K-191/02 ) 

Außerdem sprach gegen die Privatnutzung: Das Fahrzeug war mit einem Werbeschriftzug versehen und dadurch auf den ersten Blick als betriebliches Fahrzeug erkennbar. Auch ließ das im Auto mitgeführte betriebliche Material die Mitnahme anderer Personen kaum zu. Schließlich stand dem Arbeitnehmer noch ein höherwertiges Fahrzeug als Privatauto zur Verfügung. Und: Die Ehefrau hatte keinen Führerschein und die beiden waren kinderlos.

Fazit: Wenn die Privatnutzung eines Betriebs-Autos verboten ist und nach den Umständen des Einzelfalls viel dafür spricht, dass sich der Mitarbeiter an das Verbot hält, gibt es keinen geldwerten Vorteil zu versteuern. Steuerlich unbeachtlich ist ein Nutzungs-Verbot nur dann, wenn es nur zum Schein ausgesprochen wurde.


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