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20.09.2005

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Wie Sie Ihre Lohnnebenkosten deutlich senken

 Beschäftigen Sie gut verdienende Mitarbeiter? Dann können Sie Ihre Lohnnebenkosten deutlich senken, wenn diese Mitarbeiter in die private Krankenversicherung wechseln. Gleichzeitig erzielen Ihre Mitarbeiter ein deutlich höheres Nettogehalt.

Beispiel: Ein lediger Mann (30 Jahre) verdient bei Ihnen 4.000 Euro brutto. Die freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse kostet je nach Kasse zwischen 464 Euro (z. B. iKK DIREKT) und 530 Euro (z. B. AOK Bayern). Eine private Krankenversicherung kostet hingegen nur etwa 200 Euro. Das sind zwischen 3.200 und 4.000 Euro Ersparnis im Jahr. Die Hälfte davon kassiert Ihre GmbH, die andere Hälfte erhöht das Netto-Gehalt Ihres Mitarbeiters.

Wann ist der Wechsel möglich? Die gesetzliche Krankenversicherung kann verlassen, wer im Jahr über 46.800 Euro (3.900 Euro monatlich) verdient. In diese Grenze fließen alle sozialversicherungspflichtigen Gehaltsbestandteile ein, nicht jedoch steuerfreie oder pauschal versteuerte Leistungen. Bei der Prüfung der Grenze zählen z. B. mit: Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen oder der geldwerte Vorteil aus der Kfz-Gestellung. Nicht dazu gehören z. B.: Job-Tickets oder Fahrtkostenzuschüsse.

Falls jemand schon 2002 privat versichert war: Dann beträgt die Grenze nur 42.300 Euro (3.525 Euro monatlich).

Was ist, wenn Ihr Mitarbeiter unter die Grenze rutscht? Wenn jemand privat versichert ist, aber später unter die maßgebliche Grenze rutscht, muss er grundsätzlich zurück in die „Gesetzliche“. In diesem Fall kann man einen Befreiungsantrag stellen und bleibt dann in jedem Fall in der privaten Krankenversicherung - egal wie viel man verdient. (Rechtsgrundlage: § 8 SGB V)

Aber: Diese Befreiung kann nicht widerrufen werden. Die allermeisten Hintertürchen zurück in die gesetzliche Krankenversicherung bleiben dann für immer versperrt. Über unerwünschte Nebenwirkungen dieses Antrags sollte sich der betreffende Mitarbeiter deshalb gut informieren.

Wann lohnt sich die Private besonders? Die private Krankenversicherung lohnt sich vor allem für junge Männer, die nicht vorhaben, alsbald eine Familie mit Kindern zu gründen. Denn in der privaten Krankenversicherung gibt es keine kostenlose Mitversicherung von Familienangehörigen. Ein Punkt, der jedoch für die Private spricht, sind die oft höherwertigen Leistungen, zu denen sie berechtigt.

Fazit: Ermutigen Sie junge, gut verdienende Mitarbeiter, über den Wechsel in die private Krankenversicherung nachzudenken. Es winken erhebliche Kostenvorteile bei gleichzeitig besseren Leistungen.


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