/images/gmbhp-home-image1.jpg

IZW Tipp-Datenbank -

Ohne langes Lesen verständlich für Sie zusammengefasst.

Jetzt bis 30.09.19 kostenlos testen, denn als Abonnent haben Sie unbegrenzten Zugriff auf alle Tipps! Zur Leseprobe

Tipps suchen...
Zum PDF Archiv

07.10.2005

Als PDF herunter laden

Wie Sie angebliche „Luxuskosten“ beim Prüfer durchbringen

Ein schöner Geschäftswagen, edle Möbel und ab und zu ein Blumenstrauß am Empfang lassen Ihr Unternehmen repräsentativer erscheinen und können Ihre Absatzchancen verbessern. Das Finanzamt unterstellt jedoch gerne, dass solche Kosten durch Ihre „private Lebensführung“ verursacht sind. Hier sollten Sie jedoch nicht gleich klein beigeben. Im Folgenden einige Punkte, an denen sich bei Betriebsprüfungen am häufigsten Streit entzündet. Und Argumente, die Ihnen bei Diskussionen helfen sollen.

Auslandskongresse: Den Besuch von Kongressen oder Tagungen im EU-Ausland muss Ihr Finanzamt anerkennen. Es darf Ihnen die Betriebsausgaben für eine Reise ins EU-Ausland nicht streichen, wenn es vergleichbare Veranstaltungen im Inland anerkennen würde.

Berufsverbände und Interessenvereinigungen: Solche Beiträge sind voll absetzbar.

Bewirtungskosten: Die Vorsteuer ist zu 100 Prozent abzugsfähig. Vom Nettobetrag können Sie 70 Prozent von der Steuer absetzen. Vorausgesetzt, die Rechnung ist maschinell erstellt und registriert und der Bewirtungsbeleg enthält alle vorgeschriebenen Angaben.

Blumen: Blumensträuße und andere Dekorationsgegenstände, mit denen Sie Ihr Büro oder Ihre Geschäftsräume verschönern, können Sie voll als Betriebsausgabe geltend machen.

Büroeinrichtung: Voll absetzbar. Nur sehr teure Möbel, z. B. Antiquitäten, können nur in der Höhe „angemessener“ Möbelstücke als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Eine genaue Grenze gibt es freilich nicht. Das hängt von Branche, Umsatz, Gewinn usw. ab.

Büro-Kleidung: Absetzbar ist nur typische Berufskleidung (Arztkittel, Blaumann usw.), die nicht privat getragen werden kann. Hingegen sind Anzüge oder Kostüme oder Accessoires nicht abzugsfähig.

Geburtstagsfeiern: Hier unterstellt das Finanzamt sogar dann eine private Mitveranlassung, wenn Sie nur Kunden oder Geschäftspartner einladen. Dann ist gar kein Abzug möglich. Tipp: Vermeiden Sie Einladungen an Ihrem Geburtstag, laden Sie nicht nach Hause, sondern ins Restaurant ein und verwenden Sie stets nur Firmen-Briefpapier für die Einladungsschreiben.

Jubiläums- oder Eröffnungsfeiern: in der Regel unproblematisch abzusetzen.

Knabbereien in Ihrem Firmenräumen: Kaffee, Kekse, Mineralwasser oder Fruchtsaft, mit denen Sie Besucher in Ihren eigenen Geschäftsräumen bewirten, setzen Sie als „Aufmerksamkeiten“ - nicht als „Bewirtungskosten“! - zu 100 Prozent von der Steuer ab.

Private Vereine: nicht absetzbar, selbst bei naher Beziehung zu Ihrem Geschäft, z. B. als Musikinstrumente-Händler zum örtlichen Musikverein.

Sponsoring: Sponsern Sie einen Verein, können Sie die Aufwendungen immer dann voll absetzen, wenn dieser - wenigstens ein bisschen - Werbung für Sie macht.

Teppiche: Bis 410 Euro netto auf einmal abzusetzen. Liegt der Anschaffungspreis höher, müssen Sie den Teppich auf acht Jahre abschreiben. Luxus-Teppiche - über 500 Euro/qm - sogar über 15 Jahre.


zurück