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07.10.2005

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Wie Sie die Nach-Steuer-Rendite Ihrer Geldanlagen optimieren

Sparerfreibetrag: Dieser beträgt seit 2004 für Alleinstehende 1.370 Euro, für Verheiratete  2.740 Euro. Zusätzlich können Sie eine Werbungskostenpauschale in Höhe von 51 beziehungsweise 102 Euro geltend machen, sofern Ihre Geldanlage nicht höhere Kosten verursacht. Im letzteren Fall setzen Sie diese an.

Freigrenze für Spekulationsgewinne: Für Spekulationsgewinne gilt eine Freigrenze von 511 Euro (Ehegatten: doppelter Betrag).

Wichtiger Unterschied zwischen Freibetrag und Freigrenze: Den Sparerfreibetrag können Sie stets von Ihren Zinseinnahmen abziehen, egal wie hoch diese sind. Die Freigrenze für Spekulationsgeschäfte gilt hingegen nur, wenn Sie die 511-Euro-Grenze einhalten. Betragen Ihre Spekulationsgewinne hingegen 512 Euro, sind diese in vollem Umfang steuerpflichtig.

Aber auch zwischen den einzelnen Geldanlage-Arten bestehen erhebliche steuerliche Unterschiede:

Aktien: Hier liegt der Vorteil im Halbeinkünfteverfahren. Realisierte Kursgewinne und Dividenden unterliegen lediglich zur Hälfte der Besteuerung. Dadurch kann der Sparerfreibetrag verdoppelt werden.

Anleihen: Hier versteuern Sie nur den Nominalzinsertrag. Kurssteigerungen bleiben steuerfrei, wenn Sie die Papiere mindestens 12 Monate halten.
Steuer-Tipp:
Kaufen Sie lieber Papiere mit niedrigem Nominalzins und einem Kurs unter 100. Meiden Sie umgekehrt Titel mit hoher Verzinsung, die in wenigen Jahren fällig werden und noch deutlich über Nennwert notiert werden. Denn die hohen Zinsen müssen Sie versteuern, den Kursverlust können Sie nicht absetzen.

Wandelanleihen: Dabei handelt es sich gleichsam um „Zwitter“ aus Festzinspapieren und Aktien. Einerseits bringen sie einen in der Regel niedrigen — steuerpflichtigen — Zins. Zum anderen können Sie von Kursgewinnen der jeweiligen Aktie profitieren. Denn Sie haben ein Wandlungsrecht und können die Anleihe in die jeweilige Aktie umtauschen.

Zerobonds: Hier haben Sie einen Steuerstundungseffekt. Die Zinsen werden nicht jährlich ausgezahlt, sondern zusammen mit dem Guthaben bis zur Fälligkeit verzinst. Optimal für Anleger, die jetzt ein hohes Einkommen haben und sich in einigen Jahren zur Ruhe setzen wollen. Dann werden Zinsen erst in Zeiten niedrigen Einkommens versteuert.


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