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30.11.2005

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So grenzen Sie ab: Betriebsergebnis, Gewinn, Jahresüberschuss

Für die meisten Unternehmer zählen nur Umsatz und Gewinn. Im Gespräch mit Ihrem Banker oder Steuerberater ist es aber wichtig, dass Sie über die verschiedenen Spielarten des Gewinns Bescheid wissen.

Betriebsergebnis (operativer Gewinn): Hier sehen Sie, was Sie mit Ihrem operativen Kerngeschäft verdienen. Also: Umsatz minus Material (bzw. Waren-)einsatz minus Kosten. Im Betriebsergebnis sind nicht berücksichtigt: Zinsen, Steuern, neutrale und außerordentliche Aufwendungen bzw. Einnahmen.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: Diese Position findet sich in der Gewinn- und Verlustrechnung Ihres Jahresabschlusses ziemlich weit am Schluss. Im Regelfall reden wir hier vom Betriebsergebnis minus Zinsen. Noch nicht abgezogen sind: Steuern und außerordentliche Aufwendungen.

Gewinn: Dieser Begriff wird in der Fachsprache eigentlich wenig verwendet. Denn jeder versteht darunter etwas anderes. Gebräuchlich sind aber die Ausdrücke „Vor-Steuer-Gewinn“ und „Nach-Steuer-Gewinn“.

Jahresüberschuss: Dies ist die allerletzte Position in der Gewinn und Verlustrechnung. Hier steckt nun wirklich alles drin. Wichtig: Hier ist auch die Gewerbesteuer schon abgezogen. Es handelt sich also um den Nach-Steuer-Gewinn. Die Einkommensteuer, die die Gesellschafter der GmbH & Co KG bezahlen müssen, erscheint hier nicht, weil die Einkommensteuer als „Privatsache“ gilt.

Beispiel: Umsatz 500.000 - Wareneinsatz 300.000 = Rohertrag 200.000.
Personalkosten 120.000 + sonstige Kosten 30.000 = Gesamtkosten 150.000. Betriebsergebnis (operatives Ergebnis) = Rohertrag - Gesamtkosten = 50.000. Betriebsergebnis - Zinsaufwand 7.000 = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 43.000.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - GewSt 900 = Jahresüberschuss 42.100.


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