Infothek

Zum PDF Archiv

10.12.2015

Als PDF herunter laden

Verlustbescheinigung wegen Aktienverlusten können Sie noch bis 15. Dezember beantragen - sollten es aber nur im Ausnahmefall tun

Haben Sie Depots bei verschiedenen Banken? Und haben Sie 2015 bei der einen Bank Spekulationsverluste gemacht, bei einer anderen aber Gewinne? Dann sollten Sie noch bis 15. Dezember eine Verlustbescheinigung beantragen bei der Bank, wo Sie den Verlust gemacht haben. Nur dann können Sie diese Verluste mit den Gewinnen der anderen Bank verrechnen.


Lohnt sich solch eine Bescheinigung im Fall von Verlusten immer? Nein. Es lohnt sich nur dann, wenn Sie wirklich bei einer anderen Bank Gewinne haben. Ansonsten ist die Bescheinigung sogar kontraproduktiv, denn die Bank setzt Ihren „Verlustzähler“ wieder zurück auf Null. Und damit scheidet die automatische Verrechnung ihrer 2015er-Verluste mit 2016er-Gewinnen aus. Würden Sie auf die Bescheinigung verzichten, würde die Verlustbank hingegen Ihre 2015er-Verluste automatisch mit Gewinnen im Jahr 2016 verrechnen.

Fazit: Die Verlustbescheinigung lohnt sich nur dann, wenn Sie bei der einen Bank Spekulationsgewinne und bei der anderen Bank Verluste haben. Ist das nicht der Fall, ist die Bescheinigung nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich.


zurück