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05.12.2016

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Aus der Redaktions-Hotline: Haus an den Sohn übertragen

E-Mail von Uwe G. aus München an die Redaktions-Hotline: „Wir haben vor acht Jahren ein Haus in München gekauft für 500.000 Euro. Mittlerweile ist es fast eine Million wert. Wir haben das Haus an unseren Sohn vermietet. Wir möchten es ihm gerne schenken. Die übrigen Schulden (ca. 300.000 Euro) soll er übernehmen. Was ist hier steuerlich zu beachten?“

IZW antwortet:
Die Schenkung unterliegt der Schenkungsteuer. Je Elternteil hat Ihr Sohn 400.000 Euro Freibetrag. Es dürfte also wahrscheinlich keine Schenkungsteuer anfallen, da der Wert des Hauses abzüglich der Schulden unter dem Freibetrag (zweimal 400.000 Euro) liegt.

Von daher droht keine Gefahr, aber es droht Ihnen eine einkommensteuerliche Falle: Das Finanzamt sieht in der Übernahme der Schulden nämlich ein so genanntes Teilentgelt. Wenn Ihr Sohn also 300.000 Euro Schulden übernimmt, sieht das Finanzamt in der Übertragung zu 30 Prozent einen Verkauf. Es wird dann bezüglich dieser 30 Prozent Ihren Verkaufserlös (300.000 Schuldübernahme) dem damaligen anteiligen Kaufpreis (30 Prozent von 500.000 Euro = 150.000 Euro) gegenüberstellen und einen Veräußerungsgewinn von 150.000 Euro bei Ihnen annehmen. Zuzüglich Nachversteuerung der anteiligen Abschreibungen.

Unser Rat: Warten Sie mit der Übertragung noch, bis die zehn Jahre seit dem Kauf abgelaufen sind.


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