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21.12.2016

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Aus der Redaktions-Hotline: Schwangere Minijobberin

E-Mail von Ferdinand D. aus Augsburg an die Redaktions-Hotline: „Ich habe eine Minijobberin auf 450-Euro-Basis angestellt, die nun schwanger wurde. Bekanntlich dürfen Schwangere ja sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung nicht arbeiten. Muss ich das Gehalt eigentlich weiter bezahlen? Ersetzt mir das jemand?"

IZW antwortet:
Ja, Sie müssen das Gehalt weiter bezahlen. Und ja, Sie bekommen es ersetzt. Sie bezahlen ja die Umlage U2 in Höhe von 0,3 Prozent an die Minijobzentrale. Dadurch haben Sie einen Anspruch auf Erstattung der Kosten, und zwar in Höhe von 100 Prozent des fortgezahlten Lohns und die darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge (allerdings ohne Umlagen und Pauschalsteuer). Melden Sie Ihre Minijobberin für die Dauer des Beschäftigungsverbotes nicht ab!

Übrigens gibt es auch noch weitere Beschäftigungsverbote, die zum Beispiel vom Arzt ausgesprochen werden können (z. B., falls Gesundheitsgefährdung droht) oder sogar von Ihnen als Arbeitgeber selbst. Das wäre der Fall wenn die Minijobberin ihre normale Arbeit nicht weiter ausführen kann (zum Beispiel ständiges Stehen, Heben, Beugen) und Sie keine Ausweichtätigkeit anbieten können. In diesem Fall brauchen Sie allerdings einen Nachweis darüber.
Das entsprechende Formular finden Sie auf der Internetseite der Minijob-Zentrale: www.minijob-zentrale.de.


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