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13.04.2017

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Aus der Redaktions-Hotline: Aufbewahrungspflicht von Unterlagen

E-Mail von Bernhard R. aus Hanau an die Redaktions-Hotline: „Mein Archiv quillt über - lauter alte Belege zurück bis ins Jahr 2007. Diese zehnjährige Aufbewahrungspflicht ist doch maßlos übertrieben, denn die alten Belege interessieren ja niemanden mehr. Bis 2011 hat ein Betriebsprüfer letztes Jahr ohnehin alles geprüft. Ich werfe jetzt alles von vor 2012 weg. Kann mir da ein Bußgeld drohen?"

IZW antwortet: Höchstwahrscheinlich wird niemand mehr Einblick in diese alten Belege nehmen. Das Finanzamt wird sich bei der nächsten Betriebs­prüfung allenfalls für die Belege 2012 oder jünger interessieren. Ein Bußgeld haben Sie kaum zu befürchten. Was allerdings passieren könnte: Jemand beschuldigt Sie - egal ob zu Recht oder zu Unrecht - für längst vergangene Zeiträume der Steuerhinterziehung. Dann wird das Finanzamt doch Einblick in Ihre alten Unterlagen verlangen. Falls Sie diese dann nicht mehr haben, gilt Ihre Buchführung als „nicht ordnungsgemäß“. Denn allein schon der Um­stand des Abhandenseins aufbewahrungspflichtiger Unterlagen nimmt Ihrer Buchführung ihre Ordnungsmäßigkeit. Das würde das Finanzamt berechtigen, Ihren Gewinn zu schätzen, falls die Beschuldigungen halbwegs plausibel sind. Sie können kaum noch kontern, weil Sie keine Gegenbeweise mehr haben.

Sie müssen also wissen, was Ihnen wichtiger ist: Platz im Archiv oder steuerliche Sicherheit für diesen unwahrscheinlichen Fall.

Kostenloser IZW-Leserservice: Eine Auflistung aller Unterlagen, die Sie bedenkenlos jetzt wegwerfen können, finden Sie hier.


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