Infothek

Zum PDF Archiv

18.04.2017

Als PDF herunter laden

Aus der Redaktions-Hotline: Bargeldkasse

E-Mail von Emil Ö. aus Calw an die Redaktions-Hotline: „Bei uns laufen 99,8 Prozent des Umsatzes gegen Rechnung und Überweisung. Nur in Ausnahmefällen holt jemand einmal etwas ab und bezahlt in bar. Über unsere Kasse werden nur so die üblich in bar zu bezahlenden Sachen abgerechnet, wie zum Beispiel Getränkelieferungen, Glühbirnen, Toilettenpapier oder mal eine Bewirtung. Nun sagt der Steuerberater, ich müsste jeden Abend einen Kassensturz machen und das gesamte Geld nachzählen und das Ergebnis protokollieren. Das erscheint mir völlig übertrieben."

IZW antwortet: Das erscheint uns auch übertrieben. Es ist zwar richtig, dass alle Betriebe, die keine Registrierkasse haben, sondern eine „offene Laden­kasse“, jeden Tag ihr Geld zählen. Gemeint sind damit aber natürlich bargeld­orientierte Betriebe, wie zum Beispiel Einzelhandel, Friseur, Bäcker oder Metzger. In Ihrem Fall reicht es sicherlich aus, wenn Sie einmal im Monat im Zuge der gesamten Buchhaltung Ihre Kasse verbuchen. Dass ein noch so strenger Betriebsprüfer Ihre gesamte Buchführung als „nicht ordnungsgemäß“ verwirft und Bareinnahmen hinzuschätzt, erscheint uns in Anbetracht der Natur Ihres Geschäftes (Barlieferungen nur als absoluter Ausnahmefall) mehr oder weniger ausgeschlossen.

Worauf Sie achten sollten: Die Kasse sollte nie ins Minus rutschen. Dies geschieht durch zeitlich nicht korrekte Aufzeichnung von Ausgaben. Einen Kassenbestand kleiner als Null kann es nicht geben. Vermeiden Sie solche Pannen, und Sie werden mit Ihrer bisherigen Verfahrensweise auf der sicheren Seite sein.


zurück