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05.05.2017

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Aus der Redaktions-Hotline: Privatrente

E-Mail von Sebastian P. aus Hamburg an die Redaktions-Hotline: „Ich bin 60 und habe mein Unternehmen verkauft. Ich verfüge nun über private Mittel von etwa zwei Millionen Euro. Eine Rente bekomme ich nicht. Was halten Sie von einer privaten Rentenversicherung?“

IZW antwortet: Eine private Rentenversicherung ist eine sichere, aber sehr unrentable Angelegenheit. Als 60-Jähriger können Sie durch eine Einmalzahlung mit einer Rendite zwischen vier und fünf Prozent rechnen, wobei das Wort „Rendite“ in die Irre führt, denn das Kapital ist ja weg. Testen Sie einmal einen Onlinerechner, z. B. der Versicherungsgesellschaft Cosmos. Eine Einmalzahlung von 500.000 Euro eines 60-Jährigen bringt eine lebenslange Sofortrente von1.871 Euro im Monat. Davon sind 22 Prozent steuerpflichtig, die darauf entfallende Steuer dürfte maximal etwa 2.100 Euro im Jahr betragen.

Überlegen Sie doch Folgendes: Sie könnten die nächsten zehn bis 15 Jahre in eine breit gestreute Geldanlage mit ETFs investieren, verteilt auf Europa, Nordamerika und Asien. Hierbei sollten Sie allerdings den psychologischen Effekt nicht vernachlässigen, dass man mit Kursschwankungen rechnen muss, was vor allem im Alter an den Nerven zehren kann. Falls bei reduzierten Renditen oder Dividenden dann teilweise auf die Substanz zurückgegriffen werden muss, ist das noch belastender.  Deshalb sollten Sie vielleicht im Alter von 70 oder 75 das Kapital ganz oder teilweise auf eine private Rentenversicherung umschichten.

Übrigens: Eine Risiko-Prüfung gibt es da natürlich nicht, denn je schneller Sie sterben, desto lieber ist es der Versicherung.



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