Musterverträge

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23.04.2013

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Unterstützen Sie Ihre neuen Mitarbeiter durch die Übernahme von Umzugskosten

Mustervereinbarung

Bitte bedenken Sie, dass eine optimale vertragliche Gestaltung immer von den Gegebenheiten des Einzelfalles abhängt. Unsere Musterformulierungen sind deshalb nur Formulierungshilfen, die Sie mit einem Experten auf Ihre ganz besonderen Gegebenheiten abstimmen sollten.

 

Umzugskostenbeteiligung nach bestandener Probezeit

„Der Arbeitgeber erstattet dem Mitarbeiter nach bestandener Probezeit die durch Vorlage einer Originalrechnung nachgewiesenen Umzugskosten für den Umzug des Mitarbeiters von … (bisheriger Wohnort) …. nach …..(Arbeitsort)….  bis zu einem Höchstbetrag von € …….. .

Führt der Mitarbeiter den Umzug selbst durch, leistet der Arbeitgeber eine pauschale Umzugsbeihilfe von € …… . Wird das Arbeitsverhältnis von einer der Parteien während der Probezeit gekündigt, besteht kein Anspruch.“



Alternativ: Rückzahlungsklausel


„Der Arbeitgeber hat sich an Umzugskosten des Arbeitnehmers in Höhe von € ….. beteiligt. Endet das Arbeitsverhältnis aus anderen als betrieblichen oder vom Arbeitgeber zu vertretenden wichtigen Gründen vor Ablauf eines Jahres nach Bezahlung der Umzugskostenbeteiligung, verpflichtet sich der Mitarbeiter, für jeden Monat der vorzeitigen Beendigung 1/12 der vom Arbeitgeber bezahlten Summe an diesen zurückzuzahlen.

Die Parteien sind darüber einig, dass der Arbeitgeber mit dem hieraus resultierenden Anspruch gegenüber Vergütungsforderungen des Arbeitnehmers unter Beachtung der pfandfrei zu belassenden Beträge aufrechnen darf."



Steuerlich gilt dies:

Die Kosten eines beruflich bedingten Umzugs können Sie steuerfrei übernehmen. Dazu gehören der Möbelwagen und die Maklerprovision für eine Mietwohnung. Obergrenze: Umzugskosten wie bei Beamten. Maklergebühren, die ein Arbeitnehmer für den Kauf von Immobilien zahlt, können nicht steuerfrei ersetzt werden.

Rechtsquelle: R 9.9 LStR, BMF, 11.10.10, BStBl. 10, 767:

 „Bei einem beruflich veranlassten Wohnungswechsel können die tatsächlichen Umzugskosten grundsätzlich bis zur Höhe der Beträge als Werbungskosten abgezogen werden, die nach dem BUKG und der Auslandsumzugskostenverordnung (AUV) in der jeweils geltenden Fassung als Umzugs-kostenvergütung höchstens gezahlt werden könnten mit Ausnahme der §§ 11 , 12 AUV und der Auslagen (insbesondere Maklergebühren) für die Anschaffung einer eigenen Wohnung nach  § 9 Abs. 1 zweiter Halbsatz BUKG ; die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG sind zu beachten. Werden die umzugskostenrechtlich festgelegten Grenzen eingehalten, ist nicht zu prüfen, ob die Umzugskosten Werbungskosten darstellen. Werden höhere Umzugskosten im Einzelnen nachgewiesen, ist insgesamt zu prüfen, ob und inwieweit die Aufwendungen Werbungskosten oder nicht abziehbare Kosten der Lebensführung sind, z. B. bei Aufwendungen für die Neuanschaffung von Einrichtungsgegenständen. Anstelle der in § 10 BUKG pauschal erfassten Umzugskosten können auch die im Einzelfall nachgewiesenen höheren Umzugskosten als Werbungskosten abgezogen werden. Ein Werbungskostenabzug entfällt, soweit die Umzugskosten vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet worden sind.

 


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