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15.03.2006

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Zinsen für Investitions-Darlehen sind steuerlich begünstigt

Normalerweise können Sie Zinsen für betriebliche Schulden steuerlich geltend machen. Allerdings nur, wenn Sie bei der Entnahme der Gewinne aus der GmbH & Co KG nicht allzu begehrlich sind ...

Wenn Sie Ihrer KG mehr Geld entnehmen als diese Gewinn macht, können Sie nicht mehr alle Zinsen als Betriebsausgaben absetzen. Die Zinsen werden um 6 Prozent der Überentnahme gekürzt.

Beispiel: Sie machen 200.000 Euro Gewinn, entnehmen aber 300.000 Euro. Ihre betrieblichen Schuldzinsen werden um 6.000 Euro gekürzt (6 Prozent von 100.000 Euro Überentnahme). Zinsen für Investitionsdarlehen bleiben aber außen vor. Diese Zinsen muss das Finanzamt immer zum Abzug zulassen.

Ein neuer Erlass stellt nun klar: Ein solches begünstigtes Investitionsdarlehen liegt nur vor, wenn das Darlehen ausschließlich zur Bezahlung der Investition dient. Wird das Darlehen über ein betriebliches Girokonto ausbezahlt, dann dürfen zwischen der Ausreichung der Darlehensmittel und der Bezahlung der Investitionen maximal 30 Tage liegen. Halten Sie dieses 30-Tage-Limit unbedingt ein, um die Abzugsfähigkeit Ihrer Zinsen sicherzustellen. (Rechtsgrundlage: § 4 Abs. 4a, Satz 5 EStG/Fundstelle: BMF, 17.11.05, BStBl. 05 I, 1019, Tz. 27)   


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