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30.08.2006

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Bürokratieabbau in langsamen Schritten - aber immerhin

Zumindest ein paar kleine erste Maßnahmen zum Bürokratieabbau wurden Anfang Juli durch das „Mittelstandsentlastungs-Gesetz“ eingeführt.

Einfachere Vorsteuerberichtigung: Wenn Sie ein Wirtschaftsgut (z. B. Immobilie) zum Teil mehrwertsteuerfrei und zum Teil mehrwertsteuerpflichtig nutzen, müssen Sie die Vorsteuer aufteilen. Schwierig wird es nach der aktuellen Gesetzeslage, wenn sich die Prozent-Anteile „frei“/“pflichtig“ verschieben. Diese erst 2006 eingeführte massive Verkomplizierung wird nun durch die `nderung des § 15a Umsatzsteuergesetz ab 2007 wieder etwas entschärft.

Angehobene Grenze für Kleinbetragsrechnungen: Die Grenze für Klein-betragsrechnungen wird ab 2007 von 100 Euro auf 150 Euro brutto angehoben. Das heißt für Sie: Bei Rechnungen bis 150 Euro muss die Adresse des Empfängers nicht unbedingt angegeben sein und es genügt der Hinweis „inkl. 16 % MwSt.“ (bzw. 19 %). Ein MwSt-Ausweis in Euro und Cent ist dann nicht notwendig.

Achtung beim Tanken: Dieses Jahr gilt noch die 100-Euro-Grenze. Deshalb müssen Sie vor allem beim Tanken aufpassen, dass die Rechnung unter 100 Euro bleibt. Denn sonst gibt es keinen Vorsteuerabzug, sofern Sie den Tankwart nicht überreden, die Rechnung an Ihre Firma zu adressieren.

Buchführungsgrenze angehoben: Die Umsatzgrenze steigt von 350.000 auf 500.000 Euro. GmbHs und GmbH & Co KGs mit kleinen Umsätzen profitieren hiervon allerdings nicht. Denn KGs und GmbHs sind stets Vollkaufleute und auch bei Mini-Umsätzen buchführungspflichtig.

Hier reichte den Großkoalitionären der Mut im Moment noch nicht: Weiter im Gespräch - aber bisher ohne konkreten Beschluss - sind die Abschaffung der bürokratischen Bauabzugssteuer und die unsägliche „Schätzung des voraussichtlichen Sozialversicherungsbeitrags“, wenn dessen Höhe am drittletzten Bankarbeitstag noch nicht feststeht. Man diskutiert aber weiter. IZW hält Sie auch hier auf dem Laufenden.


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