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30.08.2006

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Steuern sparen mit Urlaubs-Rückstellungen

Betriebsprüfer berichten uns immer wieder, dass viele Firmen unnötig Steuern verschenken, weil sie in der Bilanz die „Rückstellung für nicht genommenen Urlaub“ vergessen. Der Hintergrund: Haben Ihre Mitarbeiter am 31.12. noch offene Urlaubstage, befinden Sie sich als Arbeitgeber in einem so genannten „Erfüllungsrückstand“. Denn Sie haben von Ihren Mitarbeitern mehr Arbeitskraft bekommen, als Sie bezahlt haben. Weil Sie das im Folgejahr ausgleichen müssen, müssen Sie in der Bilanz dafür eine Rückstellung bilden. Und die geht zu Lasten des Gewinns und spart deshalb Steuern.

So berechnen Sie diese Rückstellung: Zunächst müssen Sie herausbekommen, welcher Mitarbeiter an Silvester wie viele offene Urlaubstage hatte. Im nächsten Schritt errechnen Sie das Bruttogehalt pro Arbeitstag (in der Regel dividieren Sie das monatliche Bruttogehalt durch 21). Zu guter Letzt schlagen Sie auf das so ermittelte Bruttogehalt noch den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung auf  (i. d. R. 20 bis 22 Prozent).

Neues Urteil: Bisher war strittig, ob in die Berechnung des rückstellungsfähigen Gehalts auch ein 13. Monatsgehalt mit eingerechnet werden darf. Ein Steuergericht hat nun entschieden: Fest vereinbarte 13. Monatsgehälter sind ebenfalls (anteilig) in die Urlaubs-Rückstellungen mit einzurechnen. Das spart Ihnen noch mehr Steuern. (FG Rheinland-Pfalz, 15.03.06, KÖSDI 2006, 15149, Lexinform 5002525)

Fazit: Vergessen Sie bei Ihrer Bilanz die Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub nicht. Wenn Ihr Steuerberater die Bilanz macht: Stellen Sie sicher, dass er alle Informationen über die offenen Urlaubstage und das Gehalt der betreffenden Mitarbeiter bekommt.


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