Newsletter

Zum PDF Archiv

12.09.2006

Als PDF herunter laden

Finanzämter erhalten jetzt vollen Zugriff auf Konten

Wie Sie wissen, sind inländische Geschäftsbanken seit 2005 verpflichtet, ihren Kunden eine so genannte zusammenfassende Jahresbescheinigung über Kapitalerträge und Veräußerungsgeschäfte aus Finanzanlagen auszustellen. Diese Bescheinigung enthält sämtliche steuerrelevanten Daten aus allen von Ihnen unterhaltenen Konten und Depots. Die Jahresbescheinigungen wurden ursprünglich eingeführt, um alle Anleger bei ihrer Einkommensteuererklärung zu unterstützen und waren für das Finanzamt bislang tabu.

Doch das soll sich jetzt ändern: Nach dem Referentenentwurf zum Jahressteuergesetz 2007 vom 10.07.06 soll den Finanzbehörden für diese Jahresbescheinigungen ein umfassendes Prüfungsrecht eingeräumt werden. Wird der Entwurf planmäßig umgesetzt, können die Finanzämter ab dem nächsten Jahr auf sämtliche Jahresbescheinigungen zugreifen, und zwar rückwirkend.

Dies bedeutet konkret: Da Banken Jahresbescheinigungen erstmalig für Erträge aus 2004 ausstellten, erlangen die Finanzämter ab 2007 Kenntnis über alle nach dem 31.12.03 bescheinigten und zugeflossenen Kapitalerträge bzw. Veräußerungsgewinne aus Wertpapiergeschäften. Wenn jemand hier in der Vergangenheit geschummelt hat, sollte er sich über eine Selbstanzeige ernsthafte Gedanken machen.


zurück