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13.10.2006

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So optimieren Sie Ihre Mini-Jobs

Die pauschalen Abgaben für Mini Jobber sind im Juli von 25 auf 30 Prozent gestiegen. Damit sind Mini-Jobs zwar in aller Regel immer noch günstiger als normale Arbeitsverhältnisse, es lohnt sich aber jetzt auf jeden Fall, über Kostensenkungs-Möglichkeiten nachzudenken.

Pauschale Krankenversicherung: In den 30 Prozent Abgaben sind alleine 13 Prozent für die Krankenversicherung enthalten. Dieser Posten entfällt, wenn Sie jemand einstellen der privat krankenversichert ist. Ihre Nebenkosten sind dann nur noch 17 Prozent. Haben Sie also zwei gleich gute Bewerber für Ihre Mini-Jobber, sollten Sie den privat Versicherten bevorzugen.

Lohnsteuer einsparen: Wenn Sie Schüler (oder andere) als Mini-Jobber beschäftigen, die sowieso keine Steuern zahlen, dann lassen Sie sich die Lohnsteuerkarte geben. Dann können Sie nach Lohnsteuer-Tabelle abrechnen (Lohnsteuer bei 400 Euro = Null). So sparen Sie sich die 2 Prozent pauschale Lohnsteuer.

Midi-Job statt Mini-Job: Wenn Sie Alleinerziehende beschäftigen, die sonst keine Arbeit haben, ist ein Arbeitslohn von etwas über 400 Euro oft besser. Ihre Nebenkosten sinken von 30 auf circa 22 Prozent. Ihr Jobber ist dann gesetzlich krankenversichert und muss sich nicht mehr freiwillig versichern. Wann ein Lohn über 400 Euro besser ist, lässt sich allerdings nicht pauschal sagen. Hier muss der Steuerberater jeden Einzelfall prüfen.

Ehegatten-Beschäftigung: Eigentlich sollte jeder Ehepartner als Mini-Jobber angestellt werden. Denn der Arbeitgeber-Ehegatte kann Lohn und Abgaben als Betriebsausgaben absetzen und der Arbeitnehmer-Ehegatte muss nichts versteuern, weil mit der pauschalen Lohnsteuer alles erledigt ist.

Kurzfrist-Job besser als Mini-Job? Völlig ohne Sozialabgaben kommen Sie davon, wenn sie jemanden für maximal zwei Monate oder 50 Tage anstellen. Voraussetzung: Derjenige ist eigentlich nicht berufstätig, ist also Schüler, Student, Hausfrau oder Rentner. Bei Arbeitslosen geht das nicht.

Fazit: Mini-Jobs sind immer noch interessant. Viele Unternehmer kümmern sich aber zu wenig um die Optimierung im Detail. Gehen Sie mal obige Liste mit Ihrem Steuerberater durch. Bestimmt werden Sie ein paar Punkte finden, mit denen Sie ein paar 100 Euro im Jahr einsparen können.


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