Newsletter

Zum PDF Archiv

13.10.2006

Als PDF herunter laden

Was sich bei Gesellschafterdarlehen ab 2007 ändert

Die Regelungen rund um „kapitalersetzende“ Gesellschafterdarlehen sind durch viele komplizierte Urteile undurchschaubar geworden. Im Zuge der GmbH-Reform 2007 soll hier mehr Rechtssicherheit geschaffen werden

Gesellschafterdarlehen: Die bisherige Unterscheidung zwischen „normalen“ Gesellschafterdarlehen und Krisendarlehen soll wegfallen. Damit entfallen schwierige Fragen, wie z. B. die, ob ein Gesellschafterdarlehen an die GmbH mit zur Überschuldung der GmbH beitragen kann oder ob die GmbH dem Kommanditisten das Darlehen in einer Krise zurückzahlen darf.

Neuregelung: In Zukunft sollen Gesellschafterdarlehen im Insolvenzfall stets nachrangig behandelt werden. Das heißt konkret: Ihre GmbH darf Ihnen bei einer Insolvenz Ihre Gesellschafterdarlehen erst dann zurückzahlen, wenn nach der Begleichung aller anderen Schulden noch Geld übrig ist.

Nachteil: Bei einer Krise haben Sie nun etwas weniger Chancen, in die GmbH gestecktes Geld wieder heraus zu bekommen. Und: Ein Insolvenzverwalter darf zurückgezahlte Gesellschafterdarlehen wieder einkassieren, die im letzten Jahr vor der Insolvenz an den Gesellschafter zurückgewährt wurden. Vorteil: Gesellschafterdarlehen müssen in keinem Fall mehr in die Überschuldungsprüfung miteinbezogen werden.


zurück