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13.12.2006

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Mit drei wichtigen Kennzahlen Ihr Unternehmen steuern

Wenn sich ein Unternehmer nur einmal im Jahr bei der Bilanzbesprechung mit Umsatz und Gewinn beschäftigt, ist das zu wenig, um das Unternehmen richtig zu steuern. Ein paar Kennzahlen sollten Sie regelmäßig im Auge behalten, um Fehlentwicklungen schnell zu erkennen und schnell eingreifen zu können. Dabei gilt: „Weniger ist Mehr“. Drei einfache Kennzahlen genügen, um sich schnell ein Bild von der Lage Ihres Betriebs zu verschaffen.

1. Umsatzrentabilität: Diese Zahl gibt an, wie viel Gewinn von 100 Euro Umsatz am Schluss hängenbleibt. Wie viel Prozent Umsatzrentabilität sind nun gut oder schlecht? Hier ist keine generelle Aussage möglich. Manche Dienstleister schaffen 30 oder gar 50 Prozent, im Einzelhandel (der freilich viel höhere Umsätze macht) sind es oft nur 2 oder 3 Prozent.

Tipp: Besorgen Sie sich Branchenvergleichszahlen, denn sonst wissen Sie nicht, ob Sie gut oder schlecht liegen. Fragen Sie Ihren Steuerberater, die Industrie- und Handelskammer oder recherchieren Sie im Internet. Wenn Ihre Umsatzrentabilität deutlich schlechter ist als im Branchendurchschnitt oder sich auffällig gegenüber dem Vorjahr verändert, sollten Sie den Ursachen nachgehen.

2. Kurzfristige Liquidität: Diese ist lebenswichtig für jedes Unternehmen. So messen Sie die Barliquidität: Addieren Sie Bargeldbestände und Bank-guthaben und dividieren Sie die Summe durch alle kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten.

Beispiel: Sie haben 20.000 Euro auf Ihren Bankkonten. Innerhalb eines Monats müssen Sie Lieferantenrechnungen, Gehälter, Mieten und Leasing-raten von insgesamt 40.000 Euro bezahlen. Ihre Barliquidität beträgt damit 50 Prozent. Ein passabler Wert. Die Barliquidität muss nicht unbedingt 100 Prozent betragen, denn Sie haben ja auch noch offene Forderungen.

Das ist dann die kurzfristige Liquidität zweiten Grades: Hier zählen Sie zu Ihren Bankguthaben auch noch die Kundenforderungen, die innerhalb der nächsten 30 Tage eingehen werden. Dieser Wert sollte deutlich über 100 Prozent liegen. Denn sonst bekommen Sie ein Problem, sofern Sie nicht über ausreichende Kreditlinien verfügen.

3. Geldeingangsdauer: Hier geht es um die Frage, wie gut die Zahlungsmoral Ihrer Kunden ist. Am besten lässt sich das in „Tagen der Geldeingangsdauer“ ausdrücken. Dividieren Sie einfach Ihren aktuellen Forderungsbestand durch einen durchschnittlichen Monatsumsatz. Kommt hier ungefähr die Zahl „1“ heraus, liegen Sie relativ gut im Schnitt. Sie müssen dann in etwa 30 Tage auf Ihr Geld warten. Sind Ihre Forderungen deutlich höher als ein durch-schnittlicher Monatsumsatz, wissen Sie, dass Sie Ihr Forderungsmanagement verbessern müssen. Denn zu viele Ihrer Kunden nutzen Ihre Gutmütigkeit aus.


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