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19.03.2007

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Unternehmensteuerreform: erste Details und Tipps

Am 14. März hat das Bundeskabinett den Entwurf zur Unternehmenssteuerreform verabschiedet. Eins steht schon fest: Deutlich komplizierter wird es auf jeden Fall. Hauptbegünstigte sind GmbHs und AGs. Aber auch bei GmbH & Co KGs und Einzelfirmen tut sich Einiges.

Gewerbesteuer: Die Gewerbesteuer wird nicht mehr als Betriebsausgabe abzugsfähig sein, und der ermäßigte Staffeltarif bei niedrigen Gewinnen bis 72.500 Euro fällt weg. Zum Ausgleich sollen Sie künftig das 3,8-Fache des Gewerbesteuermessbetrags mit der Einkommensteuer verrechnen. In den meisten Städten führt das zu einer vollständigen Verrechnung der Gewerbesteuer mit der Einkommensteuer. Die so genannte „Zinsschranke" betrifft nur Großunternehmen. Die gefürchtete Hinzurechnung von Zinsen, Leasingraten und Skonti zum gewerbesteuerlichen Gewinn greift erst ab einer Summe von 100.000 Euro im Jahr.

Völliges Novum: In Zukunft soll es zu einem niedrigeren Steuersatz auf nicht entnommene Gewinne kommen. Hier soll die Steuer nur noch 28,25 Prozent statt sonst bis zu 42 Prozent betragen. Details zu dieser Regelung in einer späteren Ausgabe von „GmbH & Co KG aktuell“.

Außerdem: Die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter sinkt auf 100 Euro. Solche Anschaffungen können und müssen Sie sofort abschreiben. Alle Wirtschaftsgüter zwischen 100 und 1000 Euro kommen in einen Pool. Alle diese Wirtschaftsgüter eines Jahres bilden einen Sammelposten und werden einheitlich mit 20% abgeschrieben. Und: Die Anspar-Abschreibung zur reinen Gewinnverschiebung in ein anderes Jahr wird abgeschafft.


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