Newsletter

Zum PDF Archiv

04.05.2007

Als PDF herunter laden

Computer oder Notebook statt Urlaubsgeld?

Falls Sie im Sommer Urlaubsgeld auszahlen, fressen Steuer und Sozialabgaben - genauso wie beim Weihnachtsgeld - fast 2/3 der Kosten auf. Beim Mitarbeiter kommt oft nur ein Drittel von dem netto an, was Sie aufwenden müssen.

Eine Alternative: Der eine oder andere Mitarbeiter kann ein Notebook oder einen Computer für Zuhause gut gebrauchen. Hier sieht das Steuergesetz eine günstige Pauschalierungsmöglichkeit vor. (§ 40 Absatz 2 Nr. 5 EStG)

Das heißt: Sie führen auf den Brutto-Wert des Computers 25 Prozent pauschale Lohnsteuer (plus Soli und ggf. Kirchensteuer) ab und die Sache ist erledigt. Der Mitarbeiter muss nichts versteuern und Sozialabgaben fallen auch nicht an. Tipp: Rechnen Sie am besten so: Das Bruttourlaubsgeld minus 1/5 Pauschalsteuer = Brutto-Wert des Rechners. Dann macht nicht nur der Mitarbeiter, sondern auch Sie ein Geschäft dabei.

Braucht man für den PC eine Begründung? Nein. Warum Sie den Computer übereignen, ist gleichgültig. Ob der Mitarbeiter den Rechner dienstlich braucht oder geschäftlich oder ob er den Rechner anschließend verschenkt, verkauft, Frau oder Kindern zur Verfügung stellt, ist dabei gleichgültig.

Ein kleines Problem: Die Übereignung von Computern funktioniert nur zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn. Sie können also nicht Urlaubsgelder umwandeln, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Wenn aber kein Rechtsanspruch besteht, das Urlaubsgeld also jedes Jahr wieder aufs Neue freiwillig und ohne Wiederholungsanspruch ausgezahlt wird, klappt es schon. Wenn der Anspruch also im Arbeitsvertrag steht, ist das schlecht. Da wäre es praktisch gewesen, wenn Sie den Vertrag noch im Dezember 2006 geändert hätten ...

Fazit: Computer statt Urlaubsgeld erspart Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Menge Abgaben.


zurück