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04.05.2007

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Darlehen oder Vorschuss an Mitarbeiter: was ist besser?

Wenn ein zuverlässiger Mitarbeiter mal (kleinere) Geldsorgen hat, hilft man als Chef gern aus der Patsche. Dabei gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Vorschuss oder (zinsloses) Darlehen.

Vorschuss: Das sind Vorauszahlungen auf künftigen Arbeitslohn, der erst noch verdient werden muss. Von einem Vorschuss müssen Lohnsteuer und Sozialabgaben abgezogen werden. Dafür müssen aber keine Zinsen verlangt werden, auch wenn der Vorschuss über 2.600 Euro liegt. Die Tilgung erfolgt durch Abzug vom Bruttolohn.

Zinsloses Darlehen: Hier wird der Darlehensbetrag ungekürzt ausgezahlt und dafür werden die Tilgungen von Nettolohn abgezogen. Drei wesentliche Unterschiede zum Vorschuss: Die Darlehens-Auszahlung unterliegt nicht der Lohnsteuer und der Sozialversicherung, dafür erfolgt die Rückzahlung über den Nettolohn statt über den Bruttolohn. Außerdem muss bei einem zinslosen Darlehen über 2.600 Euro die Zinsersparnis gegenüber 5 Prozent Zinssatz versteuert werden. (Abschnitt 31 Absatz 11 LStR)

Was ist besser? Einfacher in der Handhabung - zumindest bis 2.600 Euro - ist das Darlehen, das ohne Abzug ausgezahlt wird. Denn das lohnsteuerpflichtige Gehalt bleibt in all den Monaten gleich. (Ausnahme: steuerpflichtiger Zinsvorteil bei Darlehen über 2.600 Euro.) Außerdem kommt die ungekürzte Darlehensauszahlung dem finanziell klammen Mitarbeiter entgegen.

Fazit: Wünscht ein Mitarbeiter einen Vorschuss, machen Sie lieber einen kurzen Darlehensvertrag und vereinbaren Sie die Tilgungen durch Abzüge vom Nettolohn. Sie vermeiden dadurch die komplizierte Lohnsteuer- und Sozialabgaben-Berechnung auf Vorschüsse.


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