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20.06.2007

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Wenn Sie an einem Urlaubsort ein Seminar besuchen

Nehmen Sie an einem Kongress teil, der an einem schönen Urlaubsort - womöglich noch im Ausland - stattfindet, ist das Finanzamt in der Regel argwöhnisch. Es unterstellt eine private Mitveranlassung und will die Gebühren für derartige Aufwendungen streichen. Im Steuerrecht gilt nämlich ein so genanntes „Aufteilungsverbot“ bzw.. „Alles-oder-Nichts-Prinzip“. Entweder ist die Reise beruflich veranlasst (= zu 100 Prozent abzugsfähig), oder: wenn sie zum Teil privat mitveranlasst ist, zu 0 Prozent abzugsfähig.

Das Finanzamt darf es hier aber nicht übertreiben: Ein höchstrichterliches Urteil besagt, dass es Ihnen die Kosten nicht nur deshalb streichen darf, weil Sie nicht Ihre Teilnahme an allen Veranstaltungen belegen oder keine lückenlosen Anwesenheitsbescheinigungen vorlegen können. (BFH, 11.01.07, DStR 2007, 479)

Unser Tipp: Je schöner der Tagungsort und je allgemeiner das Thema, desto detailliertere Aufzeichnungen sollten Sie anfertigen und desto sorgfältiger  sollten Sie die Seminarunterlagen aufbewahren. Damit können Sie die ganz überwiegend berufliche Veranlassung belegen. Wenn Sie dennoch `rger mit Ihrem Finanzamt bekommen, dann berufen sie sich auf obiges Urteil, um den Kostenabzug durchzusetzen.


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