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20.06.2007

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Urlaubsreise mit dem Geschäftsauto kann teuer werden

Wenn Sie die Privatnutzung Ihres Wagens mit der pauschalen Ein-Prozent-Methode versteuern, ist damit die gesamte Privatnutzung abgegolten. Auch eine Fahrt in den Urlaub.

Anders bei der Fahrtenbuchregelung: Setzen Sie hier Ihren Geschäftswagen für eine lange Urlaubsreise mit dem Auto ein, erhöht sich der geld-werte Vorteil für die Privatnutzung sprungartig.

Kalkulieren Sie das mit ein: Falls Sie die Kosten einer Autoreise und einer Flugreise vergleichen, müssen Sie - als  Fahrtenbuchanwender - bei der Autoreise die zusätzlichen Steuern mit einkalkulieren.

Extra-Problem seit 2006: Ihr Geschäftsauto ist nur noch dann Betriebsvermögen, wenn es über 50 Prozent betrieblich genutzt wird. Falls Sie ein Fahrtenbuch führen, dann prüfen Sie vor Urlaubsantritt einmal überschlägig, ob sie weit über dieser Grenze sind. Denn sonst könnte es Ihnen passieren, dass Ihr Auto ausgerechnet durch die Urlaubsfahrt aus dem Betriebsvermögen rausrutscht.

Mitarbeiter mit Dienstwagen: Ein weiteres Problem ergibt sich, wenn Mitarbeiter mit Dienstwagen ihren geldwerten Vorteil durch ein Fahrtenbuch ermitteln. Häufig wird hier jeden Monat ein Pauschalbetrag versteuert und am Jahresende nach den tatsächlichen Kilometern nachgerechnet. Hier kann es zu einer satten Steuernachzahlung kommen, wenn die vielen Extra-Kilometer für den Urlaub zu Buche schlagen. Unzufriedenheit vorprogrammiert. Der Mitarbeiter ist geschockt über die Steuernachzahlung, hat aber längst vergessen, dass er mit dem Firmen-Auto kostenlos in den Urlaub reisen durfte.

Fazit: Über die Ein-Prozent-Regelung wird viel geschimpft. Setzt man den Geschäftswagen jedoch für eine längere Urlaubsfahrt ein, ist sie gegenüber der Fahrtenbuch-Methode eindeutig im Vorteil. Denn alle Kosten der Urlaubsreise sind dann Betriebsausgaben, bei der Fahrtenbuchmethode hingegen ein teures Privatvergnügen.


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