Newsletter

Zum PDF Archiv

07.09.2007

Als PDF herunter laden

Wenn Sie Mitarbeitern ein Darlehen geben

Wenn ein Mitarbeiter von seiner Firma einen zinsgünstigen Kredit bekommt, ist der Zinsvorteil lohnsteuerpflichtig. In den Lohnsteuerrichtlinien wurde hier bisher pauschal „5 Prozent“ als Maßstab angesetzt (R 31 Abs. 11 LStR). Alles was darunter lag, war steuerpflichtig.

Ab sofort wird jedoch stärker differenziert: Maßgeblich sind jetzt die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze (http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_ zinsen_tabellen.php. Auf „Bestände/Neugeschäft“ klicken. Maßgeblich ist „Neugeschäft“).  (BMF, 13.06.07, DStR 07, 1125)

Aber auch bei dieser Methode kann sich ein angeblicher Zinsvorteil ergeben, der gar keiner ist. Denn der Mitarbeiter muss laut BFH-Urteil nur etwas versteuern, wenn er weniger zahlen muss als beim günstigsten Angebot auf den gesamten Markt. (BFH 04.05.06, BStBl. 2006 II, 781)

Tipp: Bis 2.600 Euro Kreditbetrag bleibt der Zinsvorteil ganz steuerfrei. Und: Beträgt der Zinsvorteil weniger als 44 Euro im Monat, kann er als steuerfreier Sachbezug behandelt werden, sofern keine anderen Sachbezüge (Benzingutschein o. ä.) gewährt werden.


zurück